Sean-Joel

SEAN-JOELS QUILT IST FERTIG!!!

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(Oktober 2007)

Das ist die Seite für Sean-Joel

Sean-Joels Geschichte:

In der 28. Schwangerschaftswoche wurde bei meinen Sohn Sean-Joel Spina Bifida (offener Rücken) festgestellt und mir wurde direkt gesagt, dass es sein kann, dass Joel nie laufen könnte, weil die unteren Wirbel betroffen sind.

Also wurde als erstes ein Kaiserschnitt für den 22.8. angesetzt. Dann hieß es, dass nicht alle Ärzte da wären und der KS am 24.8. stattfinden sollte.
Wir brauchten Kinderärzte, Neurochirurgen usw., weil nach der Geburt direkt der Rücken des Kleinen in einer langen OP geschlossen werden sollte.

Nun aber endlich zum eigentlichen Ereignis...

Am 22.8.2005 sehr früh morgens wurde ich munter und schimpfte erstmal mit meinen kleinen Untermieter, denn der machte so ein Radau in meinen Bauch, dass ich nicht mehr schlafen konnte.
Ich glaube, er wollte sich dem Weg nach draußen frei boxen.
Als ich dann auch noch zu bluten anfing, hatte ich sofort Panik, dass irgendwas mit meinen kleinen Mann nicht stimmt.
Ich sagte es meiner Mum und sie meinte direkt "Ab in die Uni-Klinik!".

Ich hatte eindeutig alle 3 Minuten Wehen, obwohl Joel regulär noch 2 Wochen Zeit hatte zu kommen, doch wegen der Behinderung er schon früher geholt werden sollte.
Nachdem wir endlich in der Uni-Klinik angekommen sind, meldeten wir uns im Kreissaal, dort sah man in den Unterlagen auch, dass es keine normale Geburt werden kann.
Ab ans CTG, dort wurden die Wehen, die alle 3 Minuten kamen bestätigt.
Kein Kreissaal war frei und kein Arzt bereit.
Also wurde gesagt, wir versuchen es mit Wehenhemmer und um 15Uhr KS und 16Uhr OP von Joel.

Aber der Wehenhemmer half absolut nichts.
Als ein Kreissaal frei wurde, wurde ich auf einmal im Bett, wo ich es mir in der Zwischenzeit schon bequem machen durfte, Richtung OP geschoben.
Also war es nun soweit, Joel sollte das Licht der Welt erblicken.
Heute!
Jetzt!

Nun fing es an, mein Bauch ruckelte hin und her und da war es, der Moment auf den sich jede Mama freut.
Das erste mal hörte ich hinter den Tuch meinen kleinen Prinzen.
Es war nur ein leises Wimmern, aber ich hab es gehört.
Dann rief nur eine Schwester "12:07 Uhr!"
Und ich wusste, mein kleiner Schatz ist geboren!!!

Ich wollte ihn so gern sehen, aber alles ging so verdammt schnell.
Er wurde einer Hebamme gegeben, sie rannte ganz schnell an mir vorbei und ich sah nur den Hinterkopf.
Das war’s nun.
1000 Gedanken flogen durch meinen Kopf.
Was ist mit meinen Kleinen?!
Wird er noch mal herein gebracht, so dass ich ihn wenigstens sagen kann, wie lang ich auf ihn gewartet hab und wie lieb ich ihn hab?!

Er wurde sofort in die Kinderklinik auf die Intensivstation gebracht und mehr Infos kamen nicht an mich heran.

Meine Eltern gingen zur Kinderklinik und wollten zu Joel.
Dort wurde aber nur gesagt "Der Kleine ist schon seit 1/2h in der Neurochirurgie und wird operiert!".
Alles kam anders als geplant.
Alles ging so furchtbar schnell.

Am Abend bekamen wir dann bescheid, dass der Kleine die OP gut überstanden.

Meine Eltern besuchten noch am gleichen Abend Joel auf der Intensivstation und kamen zu mir zurück und schwärmten von meinen kleinen Schatz.
Sie hatten meine Digicam dabei, so dass ich mir sofort Bilder anschauen konnte.
Aber selbst durfte ich noch nicht in die Kinderklinik. Es sollte der schönste Tag einer Mama werden, doch für mich war es sehr traurig, weil ich den Kleinen nicht einmal richtig sehen konnte.

Meine Eltern telefonierten noch am gleichen Abend mit der Ärztin, die den Kleinen operiert hat.
Diese sagte, dass alles so gelaufen ist, wie es sollte, aber der Kleine wohl sein Leben lang ab der Hüfte gelähmt sein wird und deshalb auch kleinwüchsig sein wird.

Für mich brach eine Welt zusammen, da man sich die ganze Schwangerschaft über immer wieder Hoffnungen macht und sie niemals aufgibt.

Am nächsten Tag durfte ich dann meinen Kleinen sehen.
Er ist so ein süßes Baby!
Aber immer nur im Glaskasten zu sehen machte einen wieder traurig und die Gewissheit, er kann niemals laufen.

Doch alles sollte anders kommen.
Joel wollte nicht so, wie die Ärztin es sagte und zeigte uns nach ein paar Tagen, wie viel Kraft er doch hat.
Er begann langsam seine Beinchen zu bewegen.
Mehr das Linke.
Aber Hauptsache es bewegte sich!
Seitdem bin ich so stolz auf den Kleinen Kämpfer und alle Ärzte total überrascht, weil es nach der OP hieß, die Nerven in der Wirbelsäule würden nicht nach unten verlaufen und daran kann man nichts machen.
Von Tag zu Tag bekommt er mehr Kraft im linken Bein.

Doch nach 6 Tagen kam wieder ein Tief.
Ich wurde aus der Frauenklinik entlassen und durfte in die Kinderklinik in ein Zimmer mit Joel zusammen.
Doch der Kleine lag immer noch auf der Intensiv, obwohl er schon auf die normale Station sollte.
Wieso?
Als ich die Ärzte fragte antworten diese "Sein rechter Oberschenkel ist gebrochen und er wird erst morgen zu Ihnen kommen."

Es war ein Hin und Her.
Montag kam er dann endlich mit mir in ein Zimmer und Dienstag kamen wieder Ärzte und sagten, wir müssen in einer OP das Bein richten bzw. unter Vollnarkose, weil der Knochen zu schief steht.
Dann am gleichen Tag kamen die nächsten Ärzte und sagten, der Kleine braucht im Kopf ein Ventil, da sonst das Hirnwasser nicht abfließt.
Ich konnte schon die ganze Zeit nur wenig essen, doch dann hab ich nichts mehr runter bekommen.

Also stand für Mittwoch die OP an, wo ein Ventil (Shunt) im Kopf eingesetzt wird und zugleich noch das Bein gerichtet wird.

Nach 2 1/2 Wochen durften wir nach Hause.
Wenn auch mit Gipsbein.
Wir genossen die Zeit sehr zusammen.
Leider war seine Hüfte dann auch nicht in Ordnung.
Dies wurde mit einer Hüftbeugschiene versucht zu richten.
Als das nicht funktioniere entschlossen sich die Ärzte, ihn von der Hüfte abwärts einzugipsen.
Es waren schlimme Wochen, doch auch diese überstanden wir.

Und nicht zu fassen.
Nun ist Joel schon 13 Monate alt.
Entwickelt sich fast normal.
Er fing an zu krabbeln und zog sich am Tisch hoch, leider mit verdrehten Füßen.
Nun hat er Orthesen, damit er im Stehen und evtl. irgendwann mal beim Laufen unterstützt wird.

Seine Füße sind komplett gelähmt, also hat er da gar kein Gefühl...

Er wird wahrscheinlich mal ein Läufer, aber nur, weil er ein Kämpfer ist!
Er ist ein sehr fröhliches kleines Kerlchen, der mein Leben einfach nur bereichert.

Als Motiv wäre rund um Winnie Pooh klasse.
Joel kann ja noch nicht selbst auswählen.

Liebe GrüßeLiebe Grüße
Britta & Sean-Joel

SEAN-JOELS QUILT

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Die Decke wurde im Oktober 2007 von Sabine genäht.

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"Soooo, eben kam Joels Quilt an

Ich wollte mich ganz herzlich bei den Stickerinnen aus bedanken, jedes einzelne Quadrat ist einfach so schön geworden.

Echt toll, das Glänzen in seinen Augen, er ist seit dem Fotografieren in seinen Zimmer und benennt immer noch alle Poohs etc"