(Oktober 2007)
geb. 17.12.2003 als 3. Drilling, 1.525 g, 42 cm
Max trägt den Namen Leon zum Andenken an seinen 1995 verstorbenen Stiefbruder C. Leon, sowie jetzt auch für seine verstorbene Drillingsschwester *Leonie
Juhu, die IVF hat geklappt - trotz Blutungen war der Schwangerschaftstest positiv!
Ich habe mir 2 Eizellen einsetzen lassen,
aber eine teilte sich und es entwickelten sich eineigige Zwillinge und ein "Einzelkind".
Mein damaliger Mann wünschte sich 3 Jungs und freute sich.
Nach dem ersten "Schreck" beim Ultraschall freute ich mich auch.
Leider kriselte unsere Beziehung damals schon und ich machte fast alles allein.
Die Fruchtwasseruntersuchung lief gut.
Das Ergebnis sagte keine dadurch feststellbaren Krankheiten,
einen Jungen und Zwillingsmädchen.
Bis zur 22. SSW war alles bestens.
Dann sollte ich mich in der Klinik zur Entbindung vorstellen.
Die dortige Ärztin schallte lange und sah sehr besorgt aus.
Sie stellte das Fetofetale Transfusionssydrom - eine Plazentafehlversorgung -
bei eineigigen Zwillingen fest und überwies mich sofort in eine Spezialklinik nach Hamburg.
Das war an einem Donnerstag und für Montag hatte ich den Termin bekommen.
Das WE war die Hölle.
Mein Mann glaubte mir nicht, wie ernst die Situation ist.
Am Montag, 3.11.03 fuhr ich allein nach Hamburg.
Eine Assistenz-Ärztin und Dr. Hecher untersuchten mich lange und konnten uns nicht helfen.
Ich hatte eine Vorderwand-Plazenta und der Junge lag im Weg.
Der Laser-Eingriff zum Beseitigen der Plazenta-Fehlversorgung
ist nur bei einer Hinterwandplazenta möglich.
Die Ärzte machten mir wenig Hoffnung und bestellten uns noch einmal am 10.11.03.
Ich weiß bis heute nicht, wie ich über die Autobahn nach Hause gekommen bin.
Am 10.11.03 fuhr mein damaliger Mann mit, um sich selbst vom Ernst der Situation zu überzeugen.
Es war kein Eingriff möglich.
Es hieß warten, wieviele Kinder überleben.
Max Leon ging es bestens und er war durch die Krankheit seiner Schwestern nicht beeinträchtigt.
Mitte November bekam ich Wehen und wurde ins KH eingeliefert.
Dort lag ich 5 Wochen, Max Leon entwickelte sich gut und war das ruhigste Kind,
immer auf der linken Seite des Bauches.
Wir hatten viele CTG's und Ultraschall.
Der Kaiserschnitt wurde für den 19.12.03 (SSW 30+2)
geplant, da es *Leonie immer schlechter ging.
Marie und Max Leon ging es gut.
Am Montag, 15.12. ging es *Leonie schlechter.
Der Kaiserschnitt wurde auf den 17.12.03 vorgezogen.
Nach mehreren Anrufen erschien auch mein damaliger Mann
und Max Leon wurde um 13.19 Uhr geboren.
Er schrie laut und protestierte, schon aus Mamas Bauch geholt worden zu sein.
Es ging ihm doch dort gut und er war nicht von der Krankheit seiner Schwestern betroffen.
Mein Mann (C.) ging dann mit den Teams auf die Frühchen-Intensiv-Station.
Ich wurde nach einiger Zeit wieder auf die Frauenstation gebracht.
Gegen 15 Uhr kam C. zu mir - alle Kinder wären z.Zt. stabil.
Ich wurde im Rollstuhl zur Frühchen-Intensiv gefahren
und so meine 3 mit den vielen Schläuchen zum ersten Mal.
An den folgenden Tagen besuchte ich meine Kinder mehrmals täglich auf der Frühchen-Station.
Zu Weihnachten bekam Max Leon einen niedlichen, kleinen Affen in den Inkubator gestellt.
13 lange Tage durfte ich Max Leon nur im Inkubator streicheln,
oder lernte die Mini-Pampers zu wechseln.
Max Leon bekam noch einen Lungenriß und mußte entsprechend behandelt werden.
Außerdem wurde eine Pulmonalstenose festgestellt.
Die Situation war kritisch, doch er schaffte es.
Am 30.12.03 durften wir das erste Mal "Känguruhen".
Es war so wahnsinnig schön, dieses kleines Menschlein das erste Mal richtig zu spüren.
Von dem Tag durften wir das jeden Tag tun und ich durfte Max Leon auch sondieren.
Er nahm gut zu und hätte schon eher nach Hause gedurft,
aber wegen Marie durfte auch er noch bleiben.
Am 31.12.03 starb Maries eineigige Zwillingsschwester *Leonie
und ich war ein paar Tage zu Hause.
Nach der Beerdigung zog ich in ein Elternzimmer,
um mich Tag und Nacht, um meine Kinder kümmern zu können.
Nach 5 Wochen wurden Max Leon und Marie von der Intensiv auf die Frühchen-Station verlegt.
Max Leon war "zu faul", um beim Stillen zu trinken, also pumpte ich immer weiter.
Der Augenarzt untersuchte ihn alle 14 Tage, es liegt aber nur eine leichte Kurzsichtigkeit vor.
Er bekam schon auf der Intensivstation Krankengymnastik.
Am 23.02.04, einen Tag vor dem tatsächlichen ET, durften wir das Krankenhaus verlassen.
Max wog mit 10 Wochen 3.220 g.
Selbstverständlich haben wir weiterhin alle Arztkontroll-Besuche gemacht.
Max Leon bekommt jetzt Ergotherapie und Frühförderung.
Er ist leicht entwicklungsverzögert.
Betreffs der Pulmonalstenose ist der Kinder-Kardiologe sehr zufrieden
und wir müssen nur noch einmal jährlich zur Kontrolle.
Max hat ab und zu Absencen, so daß ein Verdacht auf Epilepsie besteht.
Der EEG war aber ohne Befund, so daß das im Dezember 2006 noch einmal kontrolliert werden soll.
Eine Untersuchung beim Gesundheitsamt findet auch kurzfristig statt,
aber wahrscheinlich wird Max Leon ab Januar 2007 den heilpädagogischen Kindergarten besuchen.
Da alle Drillis ein Symboltier bekommen haben, ist Max unser "Winnie", weil er immer der dickste war.
Max liebt die "Sendung mit der Maus" bzw. die Maus, Bob der Baumeister sowie Winnie Pooh.
Ich freue mich aber auch über jedes andere Bild, ich bin einfach nur dankbar, dass ihr stickt.
Falls noch fragen sind, könnt ihr mich über Tanni kontaktieren.
Liebe Grüße
Sabine
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Die Decke wurde im Oktober 2007 von Martina (kelitina) genäht.
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Die Decke wurde von Stickfranzi bestickt (mit der Maschine) und genäht.
Ein Überraschungsquilt!! :o))
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Außerdem macht sich noch dieses Geschenk für seinen großen Bruder mit auf den Weg:
Vielen Dank an Karin!
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"Liebe Tanni,
liebe Stickerinnen,
liebe Näherinnen Martina,
liebe Stickfranzi,
als am Montag, 22.10.07 das Paket mit Martina Absender eintraf,
konnte ich mich nicht beherrschen und mußte es sofort öffnen,
auch wenn die Kids noch immer KiGa waren.
Ich war so überwältig, begeistert und gerührt,
so daß ich vor allem bei *Leonies Wandbehang erstmal weinen mußte.
Auch Eure lieben Zeilen haben mir ein Lächeln und auch Tränen ins Gesicht gezaubert.
Die Kids bekamen den Karton erst am nächsten Nachmittag zum Auspacken
und leider war ich mit meiner alten, lahmen Kamera gar nicht in der Lage,
die Eindrücke einzufangen.
Die Kids waren total begeistert und freuten sich wahnsinnig,
auch *Leonies Wandbehang wurde gleich ihr zugeordnet -
ich hoffe, Euch gefällt die nachstehende Fotocollage und das Foto mit *Leonies Wandbehang.
Alexanders T-Shirt hatte ich vorher rausgenommen, damit es heil blieb ;-).
Ich habe ihm schon am Telefon davon berichtet und er war zuerst irritiert,
hat sich aber dann gefreut.
Ein besonderer Dank geht noch an Stickfranzi,
die uns die tollen Überraschungsquilts gemacht hat.
So haben wir immer einen zum Wechseln, wenn einer geschaffen wird. :-)
Wenn die Kinder im Kiga sind, liegen die Quilts als Überdecke auf ihren Betten.
Nochmals ganz ganz herzlichen Dank an Euch alle!!!
Mit ganz lieben Grüßen
Sabine"