(Oktober 2007)
geb. 17.12.2003 als 1. Drilling, 1090 g, 35 cm
Juhu, die IVF hat geklappt - trotz Blutungen war der Schwangerschaftstest positiv!
Ich habe mir 2 Eizellen einsetzen lassen,
aber eine teilte sich und es entwickelten sich eineigige Zwillinge und ein "Einzelkind".
Mein damaliger Mann wünschte sich 3 Jungs und freute sich.
Nach dem ersten "Schreck" beim Ultraschall freute ich mich auch.
Leider kriselte unsere Beziehung damals schon und ich machte fast alles allein.
Die Fruchtwasseruntersuchung lief gut.
Das Ergebnis sagte keine dadurch feststellbaren Krankheiten,
einen Jungen und Zwillingsmädchen.
Bis zur 22. SSW war alles bestens.
Dann sollte ich mich in der Klinik zur Entbindung vorstellen.
Die dortige Ärztin schallte lange und sah sehr besorgt aus.
Sie stellte das Fetofetale Transfusionssydrom - eine Plazentafehlversorgung -
bei eineigigen Zwillingen fest und überwies mich sofort in eine Spezialklinik nach Hamburg
Das war an einem Donnerstag und für Montag hatte ich den Termin bekommen.
Das WE war die Hölle. Mein Mann glaubte mir nicht, wie ernst die Situation ist.
Am Montag, 3.11.03 fuhr ich allein nach Hamburg.
Eine Assistenz-Ärztin und Dr. Hecher untersuchten mich lange und konnten uns nicht helfen.
Ich hatte eine Vorderwand-Plazenta und der Junge lag im Weg.
Der Laser-Eingriff zum Beseitigen der Plazenta-Fehlversorgung
ist nur bei einer Hinterwandplazenta möglich.
Somit wurde eins der Mädchen unter-, das andere überversorgt.
Das unterversorgte Mädchen war sehr klein und versuchte mit dem klarzukommen, was es bekam.
Ich nannte es Marie.
Die Ärzte machten mir wenig Hoffnung und bestellten uns noch einmal am 10.11.03.
Ich weiß bis heute nicht, wie ich über die Autobahn nach Hause gekommen bin.
Am 10.11.03 fuhr mein damaliger Mann mit, um sich selbst vom Ernst der Situation zu überzeugen.
Es war kein Eingriff möglich.
Es hieß warten, wieviele Kinder überleben.
Mitte November bekam ich Wehen und wurde ins KH eingeliefert.
Dort lag ich 5 Wochen, Marie wuchs langsam, aber sie wuchs!!
Wir hatten viele CTG's und Ultraschall.
Der Kaiserschnitt wurde für den 19.12.03 (SSW 30+2) geplant,
da es *Leonie immer schlechter ging.
Den beiden anderen ging es gut, Marie trotz der Unterversorgung.
Am Montag, 15.12. ging es *Leonie schlechter.
Der Kaiserschnitt wurde auf den 17.12.03 vorgezogen.
Nach mehreren Anrufen erschien auch mein damaliger Mann und Marie wurde um 13.17 Uhr geboren.
Sie mauzte wie ein kleines Kätzchen und wurde sofort zu einem der Kinderarzt-Teams gebracht.
Mein Mann (C.) ging dann mit den Teams auf die Frühchen-Intensiv-Station.
Ich wurde nach einiger Zeit wieder auf die Frauenstation gebracht.
Gegen 15 Uhr kam C. zu mir - alle Kinder wären z.Zt. stabil.
Ich wurde im Rollstuhl zur Frühchen-Intensiv gefahren
und so meine 3 mit den vielen Schläuchen zum ersten Mal.
An den folgenden Tagen besuchte ich meine Kinder mehrmals täglich auf der Frühchen-Station.
Zu Weihnachten bekam Marie einen niedlichen, kleinen Husky in den Inkubator gestellt.
13 lange Tage durfte ich Marie nur im Inkubator streicheln,
oder lernte die Mini-Pampers zu wechseln.
Marie mußte beatmet werden und bekam eine Pilzinfektion im Mund.
Außerdem benötigte sie eine Bluttransfusion aufgrund einer nosokomialen Sepsis.
Sie mußte sondiert werden.
Am 30.12.03 durften wir das erste Mal "Känguruhen".
Es war so wahnsinnig schön, dieses kleines Menschlein das erste Mal richtig zu spüren.
Von dem Tag durften wir das jeden Tag tun und ich durfte Marie auch sondieren.
Sie hatte noch Atemaussetzer, aber das Beatmen wurde immer weniger.
Sie brauchte nur noch eine Atemhilfe.
Die sondierte Muttermilch wurde langsam mehr.
Am 31.12.03 starb Maries eineigige Zwillingsschwester *Leonie
und ich war ein paar Tage zu Hause.
Nach der Beerdigung zog ich in ein Elternzimmer, um mich Tag und Nacht,
um meine Kinder kümmern zu können.
Marie wuchs langsam und nahm langsam zu.
Nach 5 Wochen wurden sie und ihr Bruder Max Leon von der Intensiv
auf die Frühchen-Station verlegt.
Leider trat bei Marie ein beidseitiger Leistenbruch auf,
der mehrmals am Tag reponiert werden mußte.
Am Ende ging das auch nicht mehr, so daß sie am 13.02.04 operiert wurde.
Auch das Hör-Screening war auffällig.
Der Augenarzt untersuchte sie alle 14 Tage,
es liegt aber nur eine leichte Kurzsichtigkeit vor.
Sie bekam schon auf der Intensivstation Krankengymnastik.
Zum Anlegen war Marie leider zu schwach, so daß ich die Muttermilch ständig abpumpen mußte.
Sie wurde immer noch teil-sondiert, da sie zu wenig trank.
Mitte Februar trank sie endlich genug, aber nur aus der Flasche.
Am 23.02.04, einen Tag vor dem tatsächlichen ET,
wurde Marie mit einem Gewicht von 2.330 g aus dem Krankenhaus entlassen.
Im April zog ihr Vater aus und es besteht kein Kontakt mehr.
Selbstverständlich haben wir weiterhin alle Arztkontroll-Besuche gemacht.
Marie bekommt jetzt KG, Sprachtherapie, Frühförderung und spezielle Hörfrühförderung.
Sie ist entwicklungsverzögert und hochgradig schwerhörig.
Da der HNO-Arzt immer nur Paukenergüsse vermutete,
wurden wir erst Ende 2005 in die Uni Göttingen überwiesen.
Im März 2006 wurde Marie untersagt, im Juni 2006 operiert.
Die Polypen wurden entfernt, die Mandeln verkleinert,
ein Schnitt zum Verlieren der Flüssigkeit im Ohr gemacht
und mit einer BERA ihre Schwerhörigkeit festgestellt.
Seit Ende Juni 2006 hat sie nun Hörgeräte und macht langsam Fortschritte beim Sprechen.
Es kamen die ersten 2- und ganz langsam 3-Wort-Sätze.
Sie hat auch noch Koordinationsschwierigkeiten.
Ab Januar 2007 wird Marie den Kindergarten für schwerhörige und gehörlose Kinder
im LBZH Hildesheim besuchen.
Ich habe mir die Einrichtung schon angesehen und bin mir sicher,
dass der Besuch Marie trotz der langen Fahrt (je Strecke eine Stunde) gut tun wird.
Da meine Kinder alle ihr "Symbol-Tier" bekommen haben, ist Marie unser kleiner Tiger wegen des Mautzens bei der Geburt.
Marie spricht jetzt kurze Sätze und liebt alles mit "Schmetter". (Schmetterlingen)
Sie mag alle Tiere von Winnie Pooh, insbesondere Tigger, da sie den am "besten kennt."
Außerdem liebt sie es, mit ihren Puppen zu spielen.
Tigger bzw. Winnie Pooh-Motive würden ich für Marie am schönsten finden.
Ich freue mich aber auch über jedes andere Bild,
ich bin einfach nur dankbar, dass ihr stickt.
Ich bin stolz auf mein kleines, jetzt schon "großes" Mädchen, die so tolle Fortschritte macht.
In ihr wird auch immer ein Stück ihrer verstorbenen Zwillingsschwester *Leonie bei uns sein.
Falls noch fragen sind, könnt ihr mich über Tanni kontaktieren.
Liebe Grüße
Sabine
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Die Decke wurde im Oktober 2007 von Martina (kelitina) genäht.
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Die Decke wurde von Stickfranzi bestickt (mit der Maschine) und genäht.
Ein Überraschungsquilt!! :o))
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Außerdem macht sich noch dieses Geschenk für ihren großen Bruder mit auf den Weg:
Vielen Dank an Karin!
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"Liebe Tanni,
liebe Stickerinnen,
liebe Näherinnen Martina,
liebe Stickfranzi,
als am Montag, 22.10.07 das Paket mit Martina Absender eintraf,
konnte ich mich nicht beherrschen und mußte es sofort öffnen,
auch wenn die Kids noch immer KiGa waren.
Ich war so überwältig, begeistert und gerührt,
so daß ich vor allem bei *Leonies Wandbehang erstmal weinen mußte.
Auch Eure lieben Zeilen haben mir ein Lächeln und auch Tränen ins Gesicht gezaubert.
Die Kids bekamen den Karton erst am nächsten Nachmittag zum Auspacken
und leider war ich mit meiner alten, lahmen Kamera gar nicht in der Lage,
die Eindrücke einzufangen.
Die Kids waren total begeistert und freuten sich wahnsinnig,
auch *Leonies Wandbehang wurde gleich ihr zugeordnet -
ich hoffe, Euch gefällt die nachstehende Fotocollage und das Foto mit *Leonies Wandbehang.
Alexanders T-Shirt hatte ich vorher rausgenommen, damit es heil blieb ;-).
Ich habe ihm schon am Telefon davon berichtet und er war zuerst irritiert,
hat sich aber dann gefreut.
Ein besonderer Dank geht noch an Stickfranzi,
die uns die tollen Überraschungsquilts gemacht hat.
So haben wir immer einen zum Wechseln, wenn einer geschaffen wird. :-)
Wenn die Kinder im Kiga sind, liegen die Quilts als Überdecke auf ihren Betten.
Nochmals ganz ganz herzlichen Dank an Euch alle!!!
Mit ganz lieben Grüßen
Sabine"