(Februar 2008)
Hallo!
Ich bin Maren, 4 Jahre alt und möchte euch heute gerne von mir erzählen!
Ich bin die zweite Tochter von Mama und Papa und die Schwester von *Mareike und Tammo!
Ich wurde am 07.12.2002 nach einer problemlosen Schwangerschaft in der 29+2 SSW geboren!
Bei meiner Geburt wog ich 1570 gr und war 41 cm groß!
Mein Start ins Leben war sehr schwer.
Aber am besten lasse ich Mama weiter erzählen :-)!
Sie weiß nämlich alles ganz genau!
Mama: "Nachdem ich Maren entbunden hatte,
ist sie gleich nach der Untersuchung auf die Frühchenstation verlegt worden.
Dort wurde sie dann versorgt.
Ihr wurden Zugänge für Infusionen usw. gelegt.
Einen Zugang bekam sie direkt durch die Nabelschnur.
Nach den ersten Blutentnahmen stellten die Ärzte eine Infektion bei Maren fest.
Der Entzündungswert war 12x so hoch wie normal.
Daraufhin gab man ihr mehrere Antibiotika, die aber nicht anschlugen.
Die Infektion hat sie durch die Geburt bekommen,
die ich in mir trug, ohne davon zu wissen.
Schon zwei Stunden nach der Geburt merken die Ärzte, dass Marens Atmung nachlies.
Sie entschlossen sich dazu, Maren zu intubieren.
Daraufhin besserte sich ihr Zustand deutlich.
Die Nacht zum 8. Dezember verlief ganz ruhig.
Maren ging es soweit ganz gut.
Dann der Schock am nächsten Morgen.
Ich konnte es kaum abwarten zu meiner kleinen Maus zu gehen.
Doch die Schwestern auf der Wöchnerinnenstation riet mir erst zu duschen und zu frühstücken.
Das tat ich dann auch.
Ich telefonierte noch schnell mit Mario und dann ging ich die lange Gänge entlang,
die zur Frühchenstation führten.
Als ich dort ankam sah ich viele Ärzte und Schwestern,
die um den Inkubator standen, indem unsere Maren lag.
Ich dachte zuerst, dass es die Visite sei.
Doch dann kam eine Schwester auf mich zu und meinte,
dass es Maren plötzlich sehr schlecht ginge.
Mir wurde der Boden unter den Füssen weggezogen und ich spürte, wie meine Beine nachgaben.
Ich sackte in mich zusammen.
Sofort kam eine Schwester und half mir, damit ich mich auf einen Stuhl setzen konnte.
Dann trat der Chefarzt auf mich zu und meinte ganz kalt:
"Ja, da wäre sie uns fast 'gen Himmel gegangen!!!"
Ich konnte nichts mehr sagen, die Kehle war mir zugeschnürt!
In einfachen Worten erklärte mir ein Assistensarzt den Zustand von Maren.
Sie hat plötzlich einen Sauerstoffabfall bekommen
und ihre Herzfrequenz ging auch stark nach unten.
Sie hat, in einfachen Worten ausgedrückt,
ihre Lungen dicht gemacht und wollte sich nicht mehr beatmen lassen!
Das war das erste Mal, wo sie unsere kleine Maren zurück ins Leben holen mußten.
Ich wurde zurück auf meine Station gebracht.
Ich habe sofort Mario angerufen, der eigentlich erst nach dem Mittag kommen wollte.
Nachdem ich ihm diese schreckliche Nachricht überbracht hatte,
sagte er sofort, dass er kommen wird.
Er wurde dann gebracht und wir gingen zusammen zu Maren.
Von diesem Moment an liesen wir unseren Schatz nicht mehr allein.
Jede Minute, die wir an ihrem Bettchen saßen,
gab uns das Gefühl sie nicht allein gelassen zu haben.
Wir hielten ihre kleine Hand und streichelten ihr übers Gesicht.
Um 15.00 Uhr kam dann der nächste Schlag.
Wir saßen bei Maren am Bett, als plötzlich alle Geräte Alarm schlugen und alles blinkte.
Sofort kam eine Schwester und rief nur noch ganz aufgeregt,
dass sofort ein Arzt kommen soll und sie Hilfe braucht.
Wir wurden zur Seite geschoben.
Wussten in dem Moment garnicht, was los war.
Es ging ihr doch wieder besser!!!
Was war los???
Eine andere Schwester nam uns an die Hand und führte uns vor die Tür der Frühchenstation.
Dann rannten zwei Ärzte an uns vorbei
und die Schwester schrie den Ärzten nur noch den Namen von unserer Tochter zu:
Maren!!!
Erst da begriffen wir, wie ernst der Zustand von Maren war.
Ich brach wieder in Tränen aus.
Wieder waren wir nicht bei Maren, wo es ihr schlecht ging und sie uns doch brauchen würde!
Es vergingen 5 Minuten, 10 Minuten, 15 Minuten...
Keiner kam um uns zu sagen, wie es Maren geht.
Die Zeit zog sich hin wie Stunden!
Nach schätzungsweise 25 Minuten kam dann endlich eine Schwester und sagte uns,
dass Marens Zustand soweit wieder stabil sei und wir zu ihr gehen können.
Das war das zweite Mal, wo Maren zurück ins Leben geholt wurde!
Gleich darauf kam der Chefarzt auf uns zu und teilte uns mit,
dass Maren in die Kinderklinik nach Oldenburg verlegt wird.
Uns fiel ein Stein vom Herzen!
Die Ärzte dort haben mehr Erfahrungen mit schwerkranken Frühgeborenen.
Um 17.00 Uhr wurde Maren für den Transport nach Oldenburg vorbereitet.
Ein Arzt und eine Kinderkrankenschwester aus Oldenburg waren bereits da,
um Maren auf ihrer Fahrt zu begleiten.
Da ich bereits zur Wöchnerinnenstation zurückgekehrt bin, um mich entlassen zu lassen, war Mario alleine bei den Vorbereitungen für den Transport dabei.
Dann folgte ein Augenblick, den Mario nie wieder vergessen wird.
Als Maren in den Transportinkubator gelegt wurde machte sie die Augen zum ersten Mal auf
und schaute ihren Papa mit großen Augen an!
Als wollte sie sagen:
PAPA, LASS MICH NICHT ALLEINE!
Gerade noch rechtzeitig schaffte ich es zur Frühchenstation zurück.
Noch einmal nahmen wir ihre Hand und sagten ihr, dass wir sie über alles lieben!
Dann fuhr der Krankenwagen mit Blaulicht und Martinshorn los in Richtung Oldenburg....
Natürlich sind wir sofort nach Oldenburg gefahren, denn wir wollte bei Maren sein!
Dort angekommen haben uns die Ärzte über Marens Zustand aufgeklärt und gesagt,
dass die nächsten Tage noch "spannend" werden würden.
In den Tagen, wo sie in Oldenburg lag, ging es steil bergauf.
Sie lernte schnell die Muttermilch aus der Flasche zu trinken und nahm sehr gut zu.
Natürlich musste sie aber auch noch sondiert werden,
denn die Kraft zu richtig saugen fehlte ihr noch!
Am 19.12 ging es zurück nach Aurich auf die Frühchenstation.
Anfangs machte Maren riesen Fortschritte.
Sie trank sehr gut und machte sich prima.
Doch dann kam der 14.01.2003!
Maren erkrankte am RS-Virus.
Hinzu kam eine Lungenentzündung.
Der Virus und die Lungenentzündung haben sie so geschwächt,
dass Marens Kreislauf regelmäßig kolabierte.
Jede Berührung, jedes Windelnwechseln wurde zu einer lebensgefährlichen Aufgabe.
Starke Ödeme am ganzen Körper schwächten sie zusätzlich!
Am 27.01. wurde Maren dann endlich extubiert und es ging bergauf.
Am 06.02.2003 durften wir unsere Maus endlich mit nach Hause nehmen.
Leider ist Maren aufgrund der Frühgeburt und dem schweren Start stark entwicklungsverzögert.
Sie hat eine Sprachentwicklungsstörung,
die ihr das Leben schwer macht.
Von vielen (vor allem fremden Menschen) wird sie garnicht verstanden oder nur wenig.
Sie leidet an einer sensorischen Integrationsstörung
und hat eine leichte Wahrnehmungsstörung.
Maren geht seit einem 3/4 Jahr zur Logopädie
und bekommt einmal wöchentlich häusliche Frühförderung!
Ab dem Sommer bekommt Maren einen Integrationsplatz im hiesigen Kindergarten.
Sollte sich trotz des I-Platzes ihre Intwicklung nicht verbessern, w
ird sie auf einen Sprachheilkindergarten gehen.
Maren ist ein richtiger Sonnenschein,
der sehr viel Aufmerksamkeit braucht und sehr stark gefördert werden muss.
Ohne sie könnten wir es uns garnicht mehr vorstellen.
Sie stellt unser Leben auf den Kopf und das ist auch gut so!
Tammo, unser Sohn, machte am 21.11.2005 unsere Familie (fürs erste ;-)) komplett!
Tammos Schwangerschaft und Geburt verlief völlig komplikationslos!"
Ganz viele liebe Grüße von
Heike und Mario mit Mareike im Herzen und Maren und Tammo an der Hand
Maren liebt Winnie Pooh und seine Freunde über alles, Biene Maja finde sie auch ganz toll und Teddybären aller Art!
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Die Decke wurde im Februar 2008 von Astrid genäht.
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Für Tammo macht sich mit auf den Weg:
Vielen Dank an Monika!
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Liebe Tanni, liebe Stickerinnen, liebe Astrid, liebe Monika!
Ja was soll ich bloß schreiben? Ich bin überwältigt von eurer Arbeit, von den Quadraten, den fertigen Quilt und und und!
Freitag klingelte es an der Tür,
Mario hat geöfffnet und kam mit einem riesigen Paket zurück ins Wohnzimmer.
Es war von Astrid!
Schon an dem Aufkleber "Sticken für ein Kinderlächeln" erkannte ich, was es sein musste!
Noch bevor ich das Paket mit den Kindern öffnete, liefen bei mir die Tränen.
Mario nahm mich in den Arm und fragte, ob ich es überstehen würde,
wenn ich das Paket öffne?
Als ich dann den wunderschönen Quilt für Maren,
das wunderschöne Kissen für Tammo und den Wandbehang für Mareike sah,
war ich einfach nur noch überwältigt.
Eure vielen lieben Briefe und Karten haben mich bzw. uns so aufgebaut.
Ich danke euch von Herzen, dass ihr meinen beiden Mäusen und uns ein Kinderlächeln alien aufs Gesicht gezaubert habt.
Gerne möchte ich euch noch ein paar Bilder zeigen:
DANKE IHR SEID WUNDERBAR!!!!