*LEONIES WANDBEHANG IST FERTIG!!!

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(Oktober 2007)

Das ist die Seite für Sternchen Leonie

*Leonies Geschichte:

geb. 17.12.2003 als 2. Drilling
gest. 31.12.2003

Juhu, die IVF hat geklappt - trotz Blutungen war der Schwangerschaftstest positiv!

Ich habe mir 2 Eizellen einsetzen lassen, aber eine teilte sich und es entwickelten sich eineigige Zwillinge und ein "Einzelkind".
Mein damaliger Mann wünschte sich 3 Jungs und freute sich.
Nach dem ersten "Schreck" beim Ultraschall freute ich mich auch.
Leider kriselte unsere Beziehung damals schon und ich machte fast alles allein.

Die Fruchtwasseruntersuchung lief gut.
Das Ergebnis sagte keine dadurch feststellbaren Krankheiten, einen Jungen und Zwillingsmädchen.

Bis zur 22. SSW war alles bestens.
Dann sollte ich mich in der Klinik zur Entbindung vorstellen.
Die dortige Ärztin schallte lange und sah sehr besorgt aus.
Sie stellte das Fetofetale Transfusionssydrom - eine Plazentafehlversorgung - bei eineigigen Zwillingen fest und überwies mich sofort in eine Spezialklinik nach Hamburg.
Das war an einem Donnerstag und für Montag hatte ich den Termin bekommen.
Das WE war die Hölle.
Mein Mann glaubte mir nicht, wie ernst die Situation ist.
Am Montag, 3.11.03 fuhr ich allein nach Hamburg.
Eine Assistenz-Ärztin und Dr. Hecher untersuchten mich lange und konnten uns nicht helfen.
Ich hatte eine Vorderwand-Plazenta und der Junge lag im Weg.
Der Laser-Eingriff zum Beseitigen der Plazenta-Fehlversorgung ist nur bei einer Hinterwandplazenta möglich.
Somit wurde eins der Mädchen unter-, das andere überversorgt.
Das überversorgte Mädchen kämpfte sehr stark.
Da wußte ich, wie ich die Mädchennamen verteilen mußte.
*Leonie war das überversorgte Mädchen.
Sie hatte große Probleme, lagerte Wasser ein und ihr Herz arbeitete nicht mehr richtig.
Die Ärzte machten mir wenig Hoffnung und bestellten uns noch einmal am 10.11.03.
Ich weiß bis heute nicht, wie ich über die Autobahn nach Hause gekommen bin.
Am 10.11.03 fuhr mein damaliger Mann mit, um sich selbst vom Ernst der Situation zu überzeugen.
Es war kein Eingriff möglich.
Es hieß warten, wieviele Kinder überleben.
Mitte November bekam ich Wehen und wurde ins KH eingeliefert.
Dort lag ich 5 Wochen, *Leonie kämpfte tapfer.
Wir hatten viele CTG's und Ultraschall.
Der Kaiserschnitt wurde für den 19.12.03 (SSW 30+2) geplant, da es *Leonie immer schlechter ging.
Den beiden anderen ging es gut, Marie trotz der Unterversorgung.
Am Montag, 15.12. ging es *Leonie schlechter.
Der Kaiserschnitt wurde auf den 17.12.03 vorgezogen.
Nach mehreren Anrufen erschien auch mein damaliger Mann und *Leonie wurde um 13.18 Uhr geboren.
Sie gab keinen Laut von sich und die Ärztin sagte:
"Leonie ist rot wie eine Tomate".
Sie wurde sofort zum Kinderärzte-Team gebracht, für jedes Kind war ein Team da.
Mein Mann (C.) ging dann mit den Teams auf die Frühchen-Intensiv-Station.
Ich wurde nach einiger Zeit wieder auf die Frauenstation gebracht.
Gegen 15 Uhr kam C. zu mir - alle Kinder wären z.Zt. stabil, doch bei *Leonie lägen noch weitere Herzprobleme vor.
Sie muß nach Göttingen gebracht werden.
Ich wurde im Rollstuhl zur Frühchen-Intensiv gefahren und so meine 3 mit den vielen Schläuchen zum ersten Mal.
*Leonie wurde dann nach Göttingen gebracht, wo C. mitfuhr.
Ich sah sie erst Weihnachten wieder.
Sie war viel kleiner, hatte 590 g Wasser verloren und große Herzprobleme, die nicht nur durch das FFTS entstanden waren.
Am 27.12.03 wurde *Leonie das erste Mal operiert, weil Darmprobleme gab.
Sie bekam auch eine künstlichen Ausgang und Anti-Biotika-Therapie.
Am 31.12.03 besuchte ich sie vormittags mit meiner Mutter und es ging ihr "scheinbar" besser.
Die Entzündungswerte waren gesunken.
Nachmittags, ich war im KH in Hildesheim, kam ein Anruf, dass eine erneute OP anstand.
C. fuhr sofort hin.
Ich fuhr später nach Hause, auch wegen unserem Hund.
Ich hörte nichts von C..
Als ich um 19 Uhr die Intensivstation erreichte, sagte mir die Schwester (auf seine Anweisung) nichts und er sagte, wir müssen sehen, wie sich *Leonie entwickelt.
In Wirklichkeit war bei der OP nichts gemacht worden und *Leonie lag seit 15 Uhr im Sterben.
Sie wurde um 18 Uhr notgetauft und starb gegen 21 Uhr auf dem Arm ihres Vater, letztendlich aufgrund einer Darmnekrose.
Ich erfuhr von ihrem Tod erst, als C. nach Mitternacht nach Hause kam.
C. zog im April 2004 aus.

*Leonies Tod hat mich stark gemacht, die Trennung durchzustehen und für ihre Geschwister zu kämpfen und das Bestmögliche zu erreichen!
Sie ist gegangen, damit ich meine ganze Kraft ihren nicht so schwer kranken Geschwistern geben kann.
Im Oktober 2005 führte ich noch ein Gespräch mit einem Arzt und der Stationsschwester in Göttingen.
*Leonie hatte aufgrund der angeborenen Herzfehler eine 1% Überlebensschance gehabt.
Wir werden unser tapferes Löwenmädchen nie vergessen!
Sie wird immer in unseren Herzen und durch ihre eineinige Zwillingsschwester Marie bei uns sein.
Hier seht Ihr noch ihre Gedenkdecke bei uns im Wohnzimmer (C. hat bis auf ein Polaroidfoto alles mitgenommen)

Ich hätte für Leonie's Wandbild gerne ihre Daten

*Leonie
geb. 17.12.2003
gest. 31.12.2003
1490 g
37,5 cm

Wenn möglich ihren Taufspruch

Fürchte Dich nicht, denn ich habe Dich erlöst;
ich habe Dich bei Deinem Namen gerufen;
Du bist mein.
Jesaja 43,1

und Bilder von Simba, dem kleinen Löwen.

Ich freue mich aber auch über jedes andere Bild, ich bin einfach nur dankbar, dass ihr stickt.
Falls noch fragen sind, könnt ihr mich über Tanni kontaktieren.

Liebe Grüße
Sabine

*LEONIES WANDBEHANG

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Der Wandbehang wurde am Oktober 2007 von Martina (kelitina) genäht.

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Außerdem macht sich noch dieses Geschenk für ihren großen Bruder mit auf den Weg:

Vielen Dank an Karin!

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"Liebe Tanni,
liebe Stickerinnen,
liebe Näherinnen Martina,
liebe Stickfranzi,

als am Montag, 22.10.07 das Paket mit Martina Absender eintraf, konnte ich mich nicht beherrschen und mußte es sofort öffnen, auch wenn die Kids noch immer KiGa waren.
Ich war so überwältig, begeistert und gerührt, so daß ich vor allem bei *Leonies Wandbehang erstmal weinen mußte.
Auch Eure lieben Zeilen haben mir ein Lächeln und auch Tränen ins Gesicht gezaubert.
Die Kids bekamen den Karton erst am nächsten Nachmittag zum Auspacken und leider war ich mit meiner alten, lahmen Kamera gar nicht in der Lage, die Eindrücke einzufangen.
Die Kids waren total begeistert und freuten sich wahnsinnig, auch *Leonies Wandbehang wurde gleich ihr zugeordnet - ich hoffe, Euch gefällt die nachstehende Fotocollage und das Foto mit *Leonies Wandbehang.
Alexanders T-Shirt hatte ich vorher rausgenommen, damit es heil blieb ;-).
Ich habe ihm schon am Telefon davon berichtet und er war zuerst irritiert, hat sich aber dann gefreut.
Ein besonderer Dank geht noch an Stickfranzi, die uns die tollen Überraschungsquilts gemacht hat.
So haben wir immer einen zum Wechseln, wenn einer geschaffen wird. :-)
Wenn die Kinder im Kiga sind, liegen die Quilts als Überdecke auf ihren Betten.

Nochmals ganz ganz herzlichen Dank an Euch alle!!!

Mit ganz lieben Grüßen
Sabine"