(Dezember 2008)
Lea wurde am 06.06.2001 gesund geboren.
Sie war immer ein freundliches und sehr ruhiges Kind.
Mit 2 Jahren merkten wir schon das sie sich anders entwickelt.
Sie sprach nur mit uns Eltern und zog sich vor anderen zurück.
In diesem Alter wurde es noch als sehr schüchtern abgetan
und das sich das im Kindergarten sicher legen würde.
Mit 3 Jahren kam sie dann in den Kindergarten.
Dort sprach sie das erste halbe Jahr gar nicht.
Sie kommunizierte nur über Kopfschütten und nicken.
Mit den Kindern klappte es da schon besser.
Sie fand Kontakte und mit diesen sprach sie auch.
Nach einem Jahr spracht sie nun auch mit den Erziehern ihrer Gruppe,
auch wenn es nur kurze knappe Sätze waren.
Wir beantragten für Lea Frühförderung.
Diese wurde abgelehnt.
Sie sei einfach nur sehr schüchtern.
Wir legten Widerspruch ein da wir wussten das es nicht mehr um Schüchternheit ging.
Unser Kinderarzt unterstütze uns sehr und diagnostizierte selektiver Mutismus.
Wir begannen mit Lea eine Psychotherapie in der Hoffnung
es würde ihr helfen sich zu öffnen.
In dieser Zeit kam erneut eine Ablehnung der Frühförderung.
Wir hätten ja jetzt die Psychotherapie und damit eine geeignete Therapie.
Wieder Widerspruch eingelegt...
dieser wurde bis Heute noch nicht entschieden.
Die Psychotherapie ging leider nach hinten los.
Lea begann sich total zu verweigern.
Sie weinte nur auf dem Weg dorthin und wollte nicht aus dem Auto steigen.
Auch im Kindergarten verstummte sie wieder.
Wir brachen die Therapie ab.
Unser Kinderarzt unterstütze diese Entscheidung und riet uns zur Sprachtherapie,
speziell für Kinder mit selektiven Mutismus.
Wir fanden eine Logopädin die sich damit auskennt und Lea fasste vertrauen.
Schon nach der 3. Behandlung fing sie an sich zu öffnen.
Zusätzlich fingen wir eine Reittherapie an.
Auch hier macht sie tolle Fortschritte.
Was nicht heißt das sie von Heute auf Morgen "ganz normal" ist.
Bis Heute schafft sie es nicht im Kindergarten Guten Morgen und Tschüss zu sagen,
ein Danke für die Wurst beim Metzger ... undenkbar.
Bekannte die sie schon ewig kennt werden ignoriert,
selbst bei Oma und Opa spricht sie nur das nötigste.
Dies ist im sozialen Umfeld nicht immer einfach.
Da ich nicht für Lea spreche, um zu verhindern das sie mich als Sprachrohr benutzt,
erscheint man oft als unfreundlich.
Dann gibt es auch mal freudige Situationen, wo Lea sich selbst einen Schokodonut kauft.
Es ist ein Auf und Ab.
Lea ist jetzt fünf und sollte nächstes Jahr eingeschult werden.
Das Gesundheitsamt riet zur einer Rückstellung,
da es so für eine Regelschule nicht ausreichen würde.
Diese ist auch mittlerweile genehmigt.
Nun hoffen wir das Lea in diesem Jahr noch mehr Fortschritte macht
so das sie dann im nächsten Jahr die Regelschule besuchen kann.
Zu Hause ist Lea ein so lebensfrohes Kind und ganz normal wie jedes andere fünfjährige Mädchen.
Sie lacht viel, ist kreativ und ist, wie sie immer sagt, eine Sportskanone!
Sie liebt das reiten und tanzen.
Für den Quilt hat sie klar und deutlich gesagt:
Nur Pferde!!!!
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Die Decke und die Kissen wurden im Dezember 2008 von Birgit genäht.
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"Vielen Dank,
Ihr lieben Stickerinnen und lieben Dank Birgit für die Vollendung !!!!!
Es sind zwei wunderschöne Quilts geworden
und jeder einzelne Tag des wartens hat sich gelohnt.
Ich kann gar nicht in Worte ausdrücken, wie dankbar wir sind.
Es ist der totale Wahnsinn.
Lieben Dank für all die lieben Briefe, die Kuschelkissen und kleine Pferde,
die Märchen CD ..... ihr seid der Hammer !!!!!
Ich mußte erst mal ne Runde heulen !!!!!
Mehr Worte finde ich im Moment gar nicht....einfach Danke !!!!
Liebe Grüße,
Miriam mit Lea und Amy"