(Oktober 2007)
In der 25.SSW erfuhren wir,
dass unser 2. Kind Christoph mit einem massiven Hydrocephalus zur Welt kommen würde.
Da der Kopf sehr stark wuchs, musste unser Krümel in der 32. SSW am 24.06.2003
per Kaiserschnitt geholt werden.
Der Kopfumfang betrug da schon 42 cm.
Wir wurden von den Ärzten jedoch beruhigt,
dass es schon werden wird und man wahrscheinlich nicht viel merken würde.
Doch es kam anders.
Nach 4 Wochen, einigem Stress und einer Verlegung in eine andere Klinik
bekam unser Krümel endlich seinen Shunt
und befand sich auf dem Weg der Besserung.
Die Drohung, dass Mama selbst Nasensonden legen sollte,
bewirkte eine sofortige Akzeptanz der Flasche.
Nach 7 Wochen kam er nach Hause zu Papa,
Mama und seiner 15 Monate älteren Schwester Katharina.
Katharina lässt ihn seither nicht mehr aus den Augen
und lief bei jedem Meckern mit "Titow, Milli" hinter mir her.
Danach ging das "normale" Programm los. Krankengymnastik, Frühförderung usw.
Krümel machte sich gut, aber es wurde schnell klar,
dass er doch etwas schwerer behindert sein wird.
Rechtsseitig hatte er ein Neglect-Symptom,
d.h. er konnte die Seite bewegen, aber nicht bewusst.
Mit 16 Monaten kam dann noch eine fokale rechtsseitige Epilepsie dazu,
die zum Glück im Moment medikamentös gut eingestellt ist.
Wenn er krampft, hat er aber status epilepticus Krämpfe.
Mit den Medikamenten verschwand das rechtsseitige Neglect-Symptom.
Das in diesem Zusammenhang erstellte MRT zeigt jedoch,
dass das Großhirn ziemlich "chaotisch" ist.
Es liegen massive Fehlbildungen vor,
eigentlich kann keiner sagen, was genau vorhanden ist.
Heute ist er ein richtig großer Krümel geworden,
der fleißig durch die Gegend robbt und alles erkundet.
Er futtert wie ein Scheunendrescher, wenn auch alles püriert sein muss,
trinkt nicht, hat immer noch einen großen Kopf,
aber der Rest wächst nach, spricht nicht,
aber immerhin sind mir jetzt die unterschiedlichen Nuancen des Schreiens geläufig.
Unser Krümel wird wahrscheinlich nie Laufen können,
sich hoffentlich irgendwann mal mit uns verständigen können,
vielleicht irgendwann mal Stückchen essen und sitzen können.
Sein ansteckendes und herzliches Lachen und seine freundliche
und ruhige Art entschädigen uns für alles.
Krümel liebt alles, was pustet, rappelt und scheppert.
Am liebsten man er Kissen, wenn eines auf dem Boden liegt,
robbt er sofort hin und kuschelt sich rein.
Seine große Schwester Katharina liebt ihren kleinen Krümel über alles.
Was sie mit ihm alles macht, kann keine Therapie ersetzen,
ab und an auch etwas ruppig, aber da muss er durch.
Manchmal werde ich auch zur Seite gedrängt,
"Mama ich mach das schon."
Wickeln, Füttern, Fläschchen geben, alles "kein Problem".
Unsere Beiden hängen sehr aneinander, der Name Krümel stammt von ihr.
Die Aktion Kinderlächeln finde ich ganz toll und finde es super,
dass auch unser Krümel einen solch tollen Quilt bekommen soll.
Zu den Motiven kann ich nicht viel sagen.
Da Christoph aufgrund seiner Wahrnehmensstörungen aber alles ertastet,
wären Motive, die recht "filigran" sind sehr schön.
Tiere fände ich sehr schön
und Katharina meinte:
Winnie Pooh, Pinguine und Felix Hase.
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Die Decke wurde im Oktober 2007 von Astrid genäht.
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Diese Geschenke für Katharina machen sich mit auf den Weg:
Vielen Dank an Tinka, Erika und Regina!
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