ALEXANDRAS QUILT IST FERTIG!!!

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(November 2007)

Das ist die Seite für Alexandra

Alexandras Geschichte:

Alexandra war und ist ein absolutes Wunschkind.
Im Oktober 2000 waren Volker und ich überglücklich, als wir erfuhren, dass Nachwuchs unterwegs ist.
Es war auch eine Traumschwangerschaft, mir war nie übel, es ging mir einfach bombastisch gut.
Nur hatte ich irgendwie die ganze Zeit das Gefühl, dass dem Kind irgendetwas fehlt...

In der 28. Woche bekam ich vorzeitige Wehen.
Ich schob dies auf die nicht ganz stressfreie Freizeit unserer Fußballjugend in Belgien. Im Krankenhaus wurde ein Doppler gemacht.
Wir erfuhren, dass wir ein Mädchen bekommen.
Ich war der glücklichste Mensch der Welt.
Ich sollte mich ein paar Wochen schonen, wurde auch krank geschrieben, aber an sich ging es mir nach wie vor gut.

Am 06.06.01 (Termin 06.07.01) hatte ich auf einmal das Gefühl, dass irgendetwas nicht stimmt.
Ich bin sofort zu meiner Ärztin und die schrieb sehr lange ein CTG.
Sie war sehr besorgt und schickte mich sofort in die Frauenklinik Gilead zum Dopplern.
Irgendwie lief ab hier alles ab wie im Film.
Ich stand total neben mir.
In Gilead hat erst der Oberarzt sehr lange auf mir rumgedopplert und dann auch noch ein zweiter Arzt, der wohl die Diagnose bestätigen sollte:
schwerer Herzfehler (kompletter AV-Kanal) mit Verdacht auf Down Syndrom.
Für mich brach eine Welt zusammen.
Und ich war ganz allein.
Volker war mit seinem Chef in Bochum und hatte sein Handy in der Firma vergessen und auch sonst war niemand zu erreichen.
Ich habe mich erstmal selbst eingewiesen, da ich mich nicht nach Hause getraut habe.
Dann habe ich endlich meine Eltern erreicht und meine Mutter ist sofort zu mir gekommen.
Volkers Firma habe ich mitgeteilt, dass sie ihm sofort irgendwie Bescheid geben sollten, dass ich im Krankenhaus sei.
Auch er kam in die Klinik und war von der Diagnose erstmal genauso geschockt wie ich.
Dann fragte er den Arzt:
"Kann meine Tochter sprechen und laufen lernen?"
"Ja, sie wird ihre Zeit brauchen, aber sie wird es lernen."
"Wird sie eventuell auch lesen, schreiben und rechnen lernen können?"
"Ja, in gewissem Maße ist das möglich."
"Gut, dann habe ich kein Problem damit."
Und er hat wirklich kein Problem damit!
Wahrscheinlich aufgrund des Schocks hatte ich dann am 07.06.01 einen hohen Blasensprung, so dass mit Rücksicht auf den Herzfehler am 08.06.01 die Geburt eingeleitet wurde.
Um 22 Uhr 52 hielt ich unser Wunderwerk der Technik im Arm.
Ich sah sofort, dass sie das Down Syndrom hat und war irgendwie beruhigt.
Aufgrund des Herzfehlers wurde sie sofort in die Kinderklinik nebenan verlegt, obwohl ihre Apgar-Werte super waren (9/9/10).
Nach einer Nacht auf der Frühgeborenen-Intesiv-Station konnte sie bereits auf die Normalstation verlegt werden.
Da sie noch leichte Anpassungsprobleme und Trinkschwierigkeiten hatte, musste unsere Alexandra noch drei Wochen dort bleiben.
Dann bekamen wir sie mit einem kleinen Überwachungsmonitor mit nach Hause.
Wir waren sehr stolz auf unsere Miss Mausi und machten aus dem Down Syndrom auch kein Geheimnis.

Am 09.09.01 wurde Alexandra dann stationär im Kinderherzzentrum Bad Oeynhausen aufgenommen.
Nach einer Herzkatheder-Untersuchung am 10.09.01 stand dann die OP-Methode und der Termin fest:
Dienstag der 11.09.01.
Wir mussten dieses schreckliche Papier unterschreiben, dass uns über die Risiken der OP aufklärte, aber ihre Überlebenschance lag immerhin bei 95%.
Gegen Mittag des 11.09. übergaben wir Alexandra dem OP-Team.
Wir haben uns von ihr verabschiedet:
"Bis bald kleine Maus. Kämpfe!"
Und genau das tat sie.
Im Nachhinein erscheint es mir komisch, aber wir standen wohl neben uns:
Wir holten uns auf dem Nachhauseweg Curry-Wurst und Pommes Frites, aßen zu Hause zu Mittag und legten uns mit laufendem Fernseher ins Bett und warteten.
Wir sahen dann quasi live die Flugzeuge in die WTC-Türme fliegen.
Es war irgendwie eine mehr als bizarre Situation.
Gegen 18 Uhr 30 kam dann der erlösende Anruf:
Alexandra hat die OP gut überstanden, wir dürfen zu ihr.
Was wir erst viel später erfahren haben:
Sie hatte beim Anschließen an die Herz-Lungen-Maschine ein Kammerflimmern und musste kurz wiederbelebt werden.
Im Anschluß an die OP erholte sich unser Sonnenschein zusehends und durfte nach gut drei Wochen endgültig nach Hause.

Heute ist Alexandra ein hübsches und sehr aufgewecktes Mädchen, dass seit 2,5 Jahren eine integrative Gruppe des Lebenshilfe-Kindergartens Wirbelwind besucht.
Seit Januar 2004 hat Alexandra eine Schwester, Viktoria.
Die Mädchen lieben sich heiß und innig und sorgen oft füreinander (Süßigkeiten etc. werden sofort mit der Schwester geteilt).
Nur mit dem Sprechen hat Alex noch ein paar Probleme, aber es wird immer besser.
Im Sommer wird unsere Mini-Maus (1m, 14,5 kg leicht) eingeschult.
Hoffentlich bekommen wir den Platz in unserer Traumschule.

Alexandra ist eine liebevolle Puppenmutti und liebt ihren Winnie-Pooh-Tigger.
Außerdem hört sie rund um die Uhr Caillou und verpasst auch kaum eine Folge im Fernsehen.

Viktoria ist inzwischen drei und ein absoluter Winnie-Pooh Fan.
O-Ton: "Ohne einen Winnie-Pooh-Rucksack und eine Winnie-Pooh-Brotdose gehe ich nicht in den Kindergarten".

Ich möchte mich im Namen meiner Töchter schon jetzt ganz herzlich bedanken.

Friederike und Volker mit Alexandra und Viktoria

ALEXANDRAS QUILT

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Die Decke wurde im November 2007 von Martina (kelitina) genäht.

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Für Alexandras Schwester macht sich dieses Kissen mit auf den Weg:

Vielen Dank an Martina!

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"Hallo Tanni,

der Quilt ist angekommen und ist einfach herrlich.
Wir stecken zur Zeit im Totalumbau.
Sobald wir damit fertig sind, gibts dann auch entsprechende Fotos, da sowohl der Quilt als auch das Kissen sorgfältig eingepackt sind, um sie vor Staub zu schützen.

Liebe Grüße
Friederike"