Valentin

VALENTINS QUILT IST FERTIG!!!

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(11.11.2005)

Das ist die Seite für Valentin

1. Tag nach der Geburt

Valentin nach ca. 6 Wochen mit Turban -
nach der Hauttransplantation
(Haut wurde von seinem
Hinterkopf abgenommen

Valentin (rechts im Bild) mit seinem Bruder Louis

Valentins Geschichte:

Ich heiße Valentin (von Mami genannt „Sonnenschein“) und wurde als 2. Kind von Drillingen am 1.12.2003 geboren.
Meine Mami lag mit uns Drei bereits 9 Wochen im Krankenhaus, als in der 31 SWW festgestellt wurde, dass ich nicht mehr weiterwuchs.

So wurden meine Brüder und ich 9 Wochen zu früh per Kaiserschnitt aus Mamas Bauch rausgeholt.
Als erstes kam Louis um 9:52 Uhr mit 1.480 Gramm,
dann ich um 9:53 Uhr mit 920 Gramm und
als Dritter Elias um 9:54 Uhr mit 1.380 Gramm.

Am nächsten Tag, so ziemlich genau 24 Stunden nach unserer Geburt wurde mein Bruder Elias - mit dem ich die Fruchtblase teilte - von seinem Engel in den Himmel abgeholt.
Er hatte einen sehr schweren Herzfehler welcher inoperabel war.
Da hatte meine Mami uns noch gar nicht begrüßen können und musste Elias auch schon wieder hergeben.
Er durfte noch in ihre Arme kuscheln bevor sein Engel mit ihm auf die Reise ging.
Vielleicht versuche ich gerade deshalb für meine Mami ein Sonnenscheinkind zu sein, damit sie nicht gar so traurig sein muss.

1 Woche nach unserer Geburt wurde ich schon am Darm operiert, da der erste Stuhlgang (Kindspech) nicht herauskam. Das ging alles gut. Louis und ich entwickelten uns prächtig.

Ende Januar 2004 dachten wir schon, dass wir bald nach Hause gehen könnten, da wurde ich ganz schwer krank.

Neben einem Darmverschluss habe ich mir einen Multiresistenten Infekt (Staphilokokken aureus) aufgeschnappt.
In der Nacht vom 25. auf 26. Januar 2004 bin ich von einer Stunde zur anderen komplett zusammengebrochen.
Mein Bruder Louis hat wohl genau gespürt, dass mit mir etwas nicht in Ordnung war, denn er spielte in der selben Nacht komplett verrückt.

Ein einziges Antibiotika greift bei diesem Infekt und dieses war zum Glück bei dem sofort angesetzten Spektrum dabei.
Ansonsten hätte ich schon diese Nacht nicht mehr überlebt.

Der Infekt löste eine Sepsis (Blutvergiftung) aus, die meine Haut in den Bereichen Bauch, Genitalien, Oberschenkel bis tief in die Muskeln absterben lies.
Die Ärzte der Kinderintensiv Kempten benötigten 2 Wochen, damit sie mich wieder einigermaßen stabil hatten.
Am 10. Februar 2004 (da hat meine Mami übrigens Geburtstag) wurde ich nach München ins Schwabinger Klinikum geflogen.
Die Ärzte dort waren bei meinem Anblick ziemlich erschrocken und räumten mir fast keine Überlebenschancen ein.
Nachdem die Ärzte meine abgestorbenen Haut entfernt hatten, wurde mir Haut von meinem Hinterkopf abgenommen und die offenen Stellen damit abgedeckt.

Die Ärzte sagen, dass es ein kleines Wunder ist, denn noch nie haben sie bei einem Kind unter 2 Kilogramm „Quadratmeterweise“ Haut verpflanzt.

An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich bedanken bei:

• den Ärzten und deren Teams vom
- Klinikum Kempten Robert-Weixler-Straße sowie
- von der Kinderklinik Schwabing - dort insbesondere bei Herrn Dr. Grundhuber
• Herrn Dr. Henkel von Donnersmark (Klinikum Bogenhausen)
• Krankengymnastik Frau Guggemos
• allen Freunden, Bekannten, Verwandten die meine Eltern in dieser schweren Zeit zu Seite standen
• bei allen, die für mit gebetet und mit mir gelitten haben
• bei meinem Schutzengel, der mich nie alleine ließ
• bei meinem Bruder Elias, der für uns gekämpft hat und bis zur Geburt durchgehalten hat, damit wenigsten Louis und ich leben konnten

Es ist noch nicht alles ausgestanden, da ich ziemliche Vernarbungen auch im Bereich der Hüfte habe wodurch meine Bewegung eingeschränkt.
Meine Mami geht mit mir zur Krankengymnastik wo wir nach Vojta turnen.
Mein Bruder Louis ist schon viel aktiver wie ich er kann schon krabbeln und an der Wand entlang laufen.
Er zeigt mir, wie das geht und ich kann nun immerhin schon durch die Wohnung robben, dann wartet er immer auf mich bis ich ihn eingeholt habe.

Meine Eltern sagen immer, dass ich ein kleiner Kuschelbär bin, weil ich so gerne bei Ihnen auf dem Bauch liege – aber da ist es ja auch so schön warm und kuschelig.

Ich möchte mich schon jetzt sehr herzlich bei allen bedanken, die für mich so einen tollen Quilt sticken wollen!

Danke !!!

.... sagen auch Mama Margot, Papa Markus und Louis!

Valentin liebt

- Die "Maus" und da ganz besonders den kleinen blauen Elefanten
- Bäume, Sträucher, Blumen - wenn wir durch den Wald spazieren bekommt er ganz große Augen. Sein Papa sagt dann immer "Valentin unser kleiner Botaniker"
- seine Lieblingsfarben sind rot, blau und da er unser "Sonnenschein" ist auch gelb und orange

Gemeinsam mit seinem Bruder Louis hat er auch eine Schwäche für alles was sich bewegt und rollt.
Wie zum Beispiel Autos, Lastwagen, die Räder des Kinderwagens...

Louis ist ganz vernarrt in seine Schmuse-Kuh.
Das ist eine grinsende, knuddelweiche braune Kuh mit Wackelohren in grüner Latzhose.

VALENTINS QUILT!

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Die Decke wurde am 11.11.2005 von mir (tanni) genäht.
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Außerdem machen sich noch diese Kissen mit auf den Weg!


Vielen Dank an Silke!

Und noch zwei Mobiles für Valentin und Louis:

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"Liebe Tanni,
sorry, dass wir uns bei Dir und Deinen vielen Helferlein so spät melden.
Dafür möchten wir uns aber ganz, ganz herzlich für die traumhaft-schöne Decke, die Kissen und Mobiles bedanken.

Valentin's Quilt ist traumhaft schön geworden.
Wenn wir ihn ansehen, dann erkennen wir in den Motiven "unseren" Valentin wieder.

Lieben Dank auch für die beigelegten Grüße von Renate AC, Kathrin(HC), Bernadette aus Österreich und Ute Gulden.

Vielleicht interessiert Euch, wie sich unsere Buben entwickelt haben:

Louis (dunkle Haare) hat bezügl. seiner Entwicklung so ziemliche alles aufgeholt. Körperlich, sprachlich ist alles o.k. Ihm ist nicht anzuerkennen, dass er mal ein Frühchen war.

Valentin (blonde Haare) hat zum Glück seinen "großen" Bruder Louis, der in anspornt und seinen Ergeiz weckt.
Er kann mittlerweile ganz gut laufen, spricht wie ein Papagei alles nach, ist nach wie vor unser "Sonnenschein" und ein richtiger Wirbelwind.
Wir turnen weiter fleißig nach Voita. Ist ganz wichtig, da durch den Narbenzug (teilweise bis Tief in das Muskelgewebe) u.a. das Längenwachstum seines rechten Beines beeinträchtigt ist.
Sein Stoma wurde zurückverlegt und einige Narbenkorrekturen vorgenommen.
Dies hat er soweit alles gut überstanden und für das kommende halbe Jahr ist auch keine weitere OP vorgesehen."