1. Tag nach der Geburt
| Valentin nach ca. 6 Wochen | mit Turban - nach der Hauttransplantation (Haut wurde von seinem Hinterkopf abgenommen |
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Valentin (rechts im Bild) mit seinem
Bruder Louis
Ich heiße Valentin (von Mami genannt „Sonnenschein“) und wurde als 2. Kind
von Drillingen am 1.12.2003 geboren.
Meine Mami lag mit uns Drei bereits 9
Wochen im Krankenhaus, als in der 31 SWW festgestellt wurde, dass ich nicht
mehr weiterwuchs.
So wurden meine Brüder und ich 9 Wochen zu früh per Kaiserschnitt aus Mamas
Bauch rausgeholt.
Als erstes kam Louis um 9:52 Uhr mit 1.480 Gramm,
dann ich
um 9:53 Uhr mit 920 Gramm und
als Dritter Elias um 9:54 Uhr mit
1.380 Gramm.
Am nächsten Tag, so ziemlich genau 24 Stunden nach unserer Geburt wurde mein
Bruder Elias - mit dem ich die Fruchtblase teilte - von seinem Engel in den
Himmel abgeholt.
Er hatte einen sehr schweren Herzfehler welcher inoperabel
war.
Da hatte meine Mami uns noch gar nicht begrüßen können und musste Elias
auch schon wieder hergeben.
Er durfte noch in ihre Arme kuscheln bevor sein
Engel mit ihm auf die Reise ging.
Vielleicht versuche ich gerade deshalb für
meine Mami ein Sonnenscheinkind zu sein, damit sie nicht gar so traurig sein
muss.
1 Woche nach unserer Geburt wurde ich schon am Darm operiert, da der erste Stuhlgang (Kindspech) nicht herauskam. Das ging alles gut. Louis und ich entwickelten uns prächtig.
Ende Januar 2004 dachten wir schon, dass wir bald nach Hause gehen könnten, da wurde ich ganz schwer krank.
Neben einem Darmverschluss habe ich mir einen Multiresistenten Infekt
(Staphilokokken aureus) aufgeschnappt.
In der Nacht vom 25. auf 26. Januar
2004 bin ich von einer Stunde zur anderen komplett zusammengebrochen.
Mein
Bruder Louis hat wohl genau gespürt, dass mit mir etwas nicht in Ordnung
war, denn er spielte in der selben Nacht komplett verrückt.
Ein einziges Antibiotika greift bei diesem Infekt und dieses war zum Glück
bei
dem sofort angesetzten Spektrum dabei.
Ansonsten hätte ich schon diese Nacht
nicht mehr überlebt.
Der Infekt löste eine Sepsis (Blutvergiftung) aus, die meine Haut in den
Bereichen Bauch, Genitalien, Oberschenkel bis tief in die Muskeln absterben
lies.
Die Ärzte der Kinderintensiv Kempten benötigten 2 Wochen, damit sie
mich wieder einigermaßen stabil hatten.
Am 10. Februar 2004 (da hat meine
Mami übrigens Geburtstag) wurde ich nach München ins Schwabinger Klinikum
geflogen.
Die Ärzte dort waren bei meinem Anblick ziemlich erschrocken und
räumten mir fast keine Überlebenschancen ein.
Nachdem die Ärzte meine
abgestorbenen Haut entfernt hatten, wurde mir Haut von meinem Hinterkopf
abgenommen und die offenen Stellen damit abgedeckt.
Die Ärzte sagen, dass es ein kleines Wunder ist, denn noch nie haben sie bei einem Kind unter 2 Kilogramm „Quadratmeterweise“ Haut verpflanzt.
An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich bedanken bei:
• den Ärzten und deren Teams vom
- Klinikum Kempten Robert-Weixler-Straße sowie
- von der Kinderklinik Schwabing - dort insbesondere bei Herrn Dr.
Grundhuber
• Herrn Dr. Henkel von Donnersmark (Klinikum Bogenhausen)
• Krankengymnastik Frau Guggemos
• allen Freunden, Bekannten, Verwandten die meine Eltern in dieser schweren
Zeit zu Seite standen
• bei allen, die für mit gebetet und mit mir gelitten haben
• bei meinem Schutzengel, der mich nie alleine ließ
• bei meinem Bruder Elias, der für uns gekämpft hat und bis zur Geburt
durchgehalten hat, damit wenigsten Louis und ich leben konnten
Es ist noch nicht alles ausgestanden, da ich ziemliche Vernarbungen auch im
Bereich der Hüfte habe wodurch meine Bewegung eingeschränkt.
Meine Mami
geht mit mir zur Krankengymnastik wo wir nach Vojta turnen.
Mein Bruder
Louis ist schon viel aktiver wie ich er kann schon krabbeln und an der Wand
entlang laufen.
Er zeigt mir, wie das geht und ich kann nun immerhin schon
durch die Wohnung robben, dann wartet er immer auf mich bis ich ihn
eingeholt habe.
Meine Eltern sagen immer, dass ich ein kleiner Kuschelbär bin, weil ich so gerne bei Ihnen auf dem Bauch liege – aber da ist es ja auch so schön warm und kuschelig.
Ich möchte mich schon jetzt sehr herzlich bei allen bedanken, die für mich so einen tollen Quilt sticken wollen!
Danke !!!
.... sagen auch Mama Margot, Papa Markus und Louis!
Valentin liebt
- Die "Maus" und da ganz besonders den kleinen blauen Elefanten
- Bäume, Sträucher, Blumen - wenn wir durch den Wald spazieren bekommt er
ganz große Augen. Sein Papa sagt dann immer "Valentin unser kleiner
Botaniker"
- seine Lieblingsfarben sind rot, blau und da er unser "Sonnenschein" ist
auch gelb und orange
Gemeinsam mit seinem Bruder Louis hat er auch eine Schwäche für alles was
sich bewegt und rollt.
Wie zum Beispiel Autos, Lastwagen, die Räder des
Kinderwagens...
Louis ist ganz vernarrt in seine Schmuse-Kuh.
Das ist eine grinsende,
knuddelweiche braune Kuh mit Wackelohren in grüner Latzhose.
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Die Decke wurde am 11.11.2005 von
mir (tanni) genäht.
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Außerdem machen sich noch diese Kissen mit auf den Weg!

Vielen Dank an Silke!
Und noch zwei Mobiles für Valentin und Louis:
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"Liebe Tanni,
sorry, dass wir uns bei Dir und Deinen vielen Helferlein
so spät melden.
Dafür möchten wir uns aber ganz, ganz herzlich
für die traumhaft-schöne Decke, die Kissen und Mobiles bedanken.
Valentin's Quilt ist traumhaft schön geworden.
Wenn wir ihn ansehen, dann erkennen wir in den Motiven "unseren"
Valentin wieder.
Lieben Dank auch für die beigelegten Grüße von Renate AC, Kathrin(HC), Bernadette aus Österreich und Ute Gulden.
Vielleicht interessiert Euch, wie sich unsere Buben entwickelt haben:
Louis (dunkle Haare) hat bezügl. seiner Entwicklung so ziemliche alles aufgeholt. Körperlich, sprachlich ist alles o.k. Ihm ist nicht anzuerkennen, dass er mal ein Frühchen war.
Valentin (blonde Haare) hat zum Glück seinen "großen" Bruder Louis, der in
anspornt und seinen Ergeiz weckt.
Er kann mittlerweile ganz gut laufen,
spricht wie ein Papagei alles nach, ist nach wie vor unser "Sonnenschein"
und ein richtiger Wirbelwind.
Wir turnen weiter fleißig nach Voita. Ist ganz
wichtig, da durch den Narbenzug (teilweise bis Tief in das Muskelgewebe)
u.a. das Längenwachstum seines rechten Beines beeinträchtigt ist.
Sein Stoma
wurde zurückverlegt und einige Narbenkorrekturen vorgenommen.
Dies hat er
soweit alles gut überstanden und für das kommende halbe Jahr ist auch keine
weitere OP vorgesehen."