Levin

LEVINS QUILT IST FERTIG!!!

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(September 2005)

Das ist die Seite für Levin

Levins Geschichte:

Am 8.02.02 kam ich um 20.22 Uhr per Sectio auf die Welt:
Begonnen hat alles aber schon viel früher.

Am 7.02.02 bekam meine Mama einen Blasensprung.
Leider war dies noch 6(-8?) Wochen vor dem errechneten Entbindungstermin.
Ob daran wohl der Brechdurchfall, den sie die drei Tage davor hatte, Schuld waren, weiß keiner so genau.

Abends um 22 Uhr sind wir dann also in Krankenhaus gefahren.
Dort angekommen wurden extrem erhöhte Entzündungswerte bei Ihr festgestellt.
Also wurde versucht durch Wehen-Gel die Geburt einzuleiten.

Nach 22 Stunden Wehen sagte mein Papa sie sollen mich per Kaiserschnitt holen.
Meine Mama bekam nämlich die ganzen Stunden keinen Tropfen zu Trinken und auch nichts zu essen.
Deswegen war sie total entkräftet und der Muttermund hatte sich auch nur auf 2cm geöffnet.

Wie sich später herausstellte war dies die einzig richtige Entscheidung. Denn als ich dann endlich da war, war klar:
Eine normale Geburt hätte ich niemals überlebt!!!

Die hohen Entzündungswerte hatten bei mir mittlerweile eine Neugeboreneninfektion samt Lungenentzündung hervorgerufen.
Ich musste reanimiert werden und atmete dann nur schleppend.
Mit Sauerstoffvorlage wurde ich in die Kinderklinik ins Nachbargebäude auf die Frühgeborenen-Intensivstation verlegt.

Nachts um drei platzten während der Intubation zur künstlichen Beatmung meine beiden Lungenhälften.
Es wurde sehr knapp für mich.
Die Ärzte haben leider geschlampt und sind mit zu viel Druck in die noch unreife und schon stark kranke Lunge gegangen.
Das Platzen der Lunge hatte eine längere Sauerstoff Unterversorgung zur Folge.

Einen Tag später sah mich meine Mama das erste Mal.
Ich lag im künstlichen Koma und sämtliche Körperflüssigkeiten wurden durch verschiedenste Kabel und Schläuche geregelt.
Zudem war ich natürlich an einen Überwachungsmonitor angeschlossen.

Nach weiteren 5 Wochen bekam mich meine Mama das erste mal auf den Schoß gelegt.
In den Arm nehmen durften mich meine Eltern das erste mal nach 6 Wochen.

Ernährt wurde ich nach einiger Zeit mit Muttermilch per Sonde.
Nach 7 Wochen wurde ich auf die Neugeborenen Station verlegt.

Die insgesamt 5 Wochen Langzeitbeatmung hatte eine schwere BPD zur Folge.
Ich bekam also eine Sauerstoffnasenbrille.

Nach weiteren 3 Wochen, die mich meine Mama dann zum Erstaunen aller schon voll gestillt hat, konnte ich nach knapp 3 Monaten endlich nach Hause entlassen werden.

Bis ich 1 ½ Jahre war brauchte ich noch Sauerstoff und war am Überwachungsmonitor angeschlossen.

Schon im Inkubator machte ich täglich Krankengymnastik.

Kaum zu Hause ging das Programm dann weiter:
Ich mache bis heute zweimal die Woche Krankengymnastik nach Bobath.
Freitags kommt im Wechsel einmal die Frühförderung zu uns oder wir gehen in den Körperbehinderten Kindergarten zum therapeutischen Schwimmen.
Ich bin übrigens eine richtige Wasserratte.

Jetzt bin ich schon 2 ¾ Jahre alt.
Im Moment übe ich kräftig das Krabbeln.
Motorisch bin ich im Robbalter angekommen.
Sitzen, Laufen all dies sind ferne Ziele.
Ob ich sie jemals erreiche weiß ich nicht.

Meine Diagnosen:

Schwerbehindert GdB 80%, Merkzeichen G,B,H Tetraparese, Spastik links und Beinbetont, muskuläre Hypotonie, Strapismus Convergenz, BPD.
Geistig bin ich total fit.
Babbele meinen Eltern die Ohren voll und bin seit Sommer 04 ein "Großer Bruder", worauf ich sehr stolz bin!

Meine Mama hat mich heute gefragt was ich denn gerne auf die Schmusedecke (hat auch was von Quilt gesagt, wasn´n das?!) haben möchte:

Ich bin ein absoluter Traktor Fan.
Meine Lieblingstiere sind Schafe.
Außerdem mag ich Kühe und Pferde.
Meine Lieblingsfarbe ist Orange.
Außerdem finde ich noch Bagger toll!

Mein Bruder Timon ist mit seinen 75cm für seine 4 ½ Monate schon riesengroß.
Timon liebt alles was man knautschen kann.
Sein Lieblingstier bzw. Spielzeug ist ein Hasenschnuffeltuch.

Wir alle finden diese "Sticken für ein Kinderlächeln" eine super Sache und freuen uns riesig das wir auch daran teilnehmen dürfen.

Ganz liebe Grüße von meiner Mama (Andrea), Papa (Oli), Timon und natürlich von mir

LEVIN

LEVINS QUILT!

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Die Decke wurde im September 2005 von mir (tanni) genäht.
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Außerdem machen sich noch dieses Knuddelkissen von Manuela

und dieses Lätzchen von Gisi mit auf den Weg.

Vielen Dank an euch Beide!

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"Wir haben uns riesig über die wunderschöne Kuscheldecke gefreut.
Levin sagte:" Mami das ist die allerschönste Kuscheldecke!"
Timon knuffelt ganz oft mit seinem neuen Kissen und rief erfreut:" Mama, H A S E !"
Das tolle Lätzchen mit seinem Namen ist auch schon im Einsatz... und die Pinguine darauf haben auch schon einiges zu Essen bekommen, grins!

Alles in allem einfach eine super Aktion, die mehr als nur ein Lächeln auf unser Gesicht gezaubert hat.

Besonders wollen wir uns auch bei den "Bilder malern" bedanken!
Levin war beeindruckt und hat durch viele Fragen versucht zu verstehen von wem den nun diese tollen Geschenke und auch liebevollen Briefe sind.

Ob ers wirklich schon verstanden hat... schwierig zu sagen... auch wenn er mittlerweile ja schon 3 3/4 Jahre alt ist.

Timon sein kleiner Bruder ist inzwischen fast 16 Monate und hat gerade einen Tag bevor sein Kissen ankam das Wort "Hase" neu gelernt.

Nachdem Ihr ja nun schon unsere "Geschichte" kennt... hier nun ein kurzer kleiner Entwicklungsbericht:

Levin hat im April diesen Jahres, zeitgleich mit seinem Bruder krabbeln gelernt und ist seitdem wieder ein glücklicher und ausgeglichener Junge.... endlich kommt er fast überall hin, wo er möchte.
Er hat seit diesem Sommer einen Rollstuhl was ihm dann zusätzlich noch einen gewaltigen Sebstbewußtseinskick gegeben hat.

Seit Anfang September geht Levin Einzelintegrativ in einen Regelkindergarten.
Als Integrationshelfer ist ein Zivildienstleistender mit ihm dort, der ihm sozusagen seine Beine ersetzt.

Seine Merkzeichen sind nun B,G,H, aG und er hat eine Schwerbehinderteneigenschaft von 100%.
Außerdem hat er die Pflegestufe 2.

Vom Pflegegeld leisten wir uns seit September eine Unterstützung in Form einer Freiwilliges Soziales Jahr Helferin= FSJ´lerin.

Seit wenigen Wochen haben sich auch seine Therapien verändert.
Er macht Vojta und Ergotherapie.
Außerdem fangen wir im Oktober Hippotherapie an.
Seine Vojta Therapeutin hat auch eine Bobath Ausbildung und macht dies ab Oktober 14-tägig im Kindergarten, wobei es da Schwerpunktmäßig um die Anleitung der Bezugspersonen gehen wird.
Zusätzlich kommt noch ca. 1 mal im Monat die Frühförderin in den Kiga um die Fragen der Erzieher und des Zivi´s zu beantworten sowie Tipps geben zu können.

Sein neuester Fortschritt:
Er hat sich doch tatsächlich das erste mal hochgezogen in den Stand!!!!
Das ganz ohne Hilfe!!!

Wer mehr wissen möchte... oder einfach den Austausch sucht... wir freuen uns über Post unter:
aoschmid "at" web.de

Liebe Grüße
und nochmals ein dickes D A N K E S C H Ö N
senden Euch

Levin, Timon, Andrea und Oli"