Eine Freundin sagt stets:
"Und wenn Du denkst es geht nicht mehr
.........................
dann kommt von irgendwo ein Lichtlein her!!!"
Am 02. Februar 2001 hatte ich mit meiner Mama eine Vorsorge-Untersuchung,
na ja die Ärztin meiner Mama hat behauptet ich wäre "etwas" klein,
das hat aber nichts schlimmes zu bedeuten.
Wir sollten zu einer Doppler-Untersuchung gehen,
da könnte man feststellen warum ich mich so klein mache!
Am 08.02.01 um 11:00 Uhr sind wir also in Krankenhaus gefahren
und haben uns untersuchen lassen.
Na begeistert sah der Doc nicht grade aus.
Er hat irgendwas gefaselt von "Flußumkehr in der Nabelaterie"!
Mama und Papa konnten damit überhaupt nichts anfangen
und ich, na ja ich wollte eigentlich nur meine Ruhe,
ich wurde nämlich zunehmend müder.
Der Doc erklärte Mama das sie sofort hierbleiben muß
um noch andere Untersuchungen machen zu lassen.
Aber meine Mama, stur wie sie ist, wollte nach Hause.
Alle Überredungskünste halfen nicht.
Dann schloß sie einen Kompromiss mit dem Doc und stimmte einem CTG zu.
Au weia, da war dann alles vorbei,
mein kleines Herz schlug immer langsamer,
die ganze Aufregung war echt zuviel.
Tja nur dann fing die Aufregung erst richtig an.
Sofortige Verlegung in die Frauenklinik Oldenburg
mit angeschlossener Neonatal-Intensiv Station
(Frühgeborenen-Intensiv-Station).
Dort angekommen haben die Ärzte beschlossen
das sie mich persönlich kennenlernen wollen,
und haben zum Schnitt angesetzt.
Tja und so schnell kann das gehen das man Mama und Papa wird,
die haben vielleicht blöd geschaut.
In der 29. SSW das kann doch gar nicht sein,
war doch alles prima bis heute morgen.
Die Ärzte sahen das aber anders,
ich war total unterversorgt in Mama´s Bauch,
deshalb war ich auch so klein und leicht.
Meine Daten:
795 Gramm beí 30cm Größe, Kopfumfang wurde gar nicht gemessen, weil ich so erschöpft war und meine APGAR Werte fallen unter 3!!!
Bei den NEO´s angekommen wurde ich erstmal verkabelt
und angeschlossen, der totale Lauschangriff sag ich Euch,
nichts konnte man hier machen ohne bewacht zu werden.
Überall haben die mir die Schläuche reingesteckt,
man darf das gar nicht laut sagen wo überall!
Und dann ging es mir tagelang wirklich schlecht.
Ich schildere mal stichpunktartig sonst wird die Homepage unendlich:
Ich konnte nicht selber atmen,
Gerrinnungsstörungen,
zu wenig Blut (also Transfusionen ohne Ende),
Nierenversagen,
Pilzinfektion,
Virusinfektion,
unreife Lungen,
bronchopulmonale Displasie,
Gelbsucht,
ganz üble Leberwerte,
Ödeme (ich wog innerhalb weniger Tage doppelt soviel
als bei der Geburt,
Elektrolytstörung,
und dann kam auch noch eine
Hirnblutung mit anschließendem Wasserkopf,
ich bekam tagelang 100% Sauerstoff und wurde hochfrequent beatmet,
weil nichts von alleine funktionieren wollte,
außer meinem kleinen Herz, das arbeitete einwandfrei.
Wegen dem vielen Wasser im Kopf haben die Ärzte mich am 02.03.2001 operiert.
Die haben mir so ne komische Rickham-Kapsel
in den Kopf gestopft damit man von außen das Wasser abziehen kann.
Ekelig nicht wahr?
Aber es hat geholfen ich hatte keine Kopfschmerzen mehr!
In diesen Tagen hatten wir die Hoffnung schon fast aufgegeben,
denn Joschua lies sich ständig neue Krankheiten und Komplikation einfallen.
Ganze drei Wochen befand er sich in einem komaähnlichen Zustand,
damit er die Schmerzen und die Schläuche und Infusionen nicht merkte.
Während dieser ganzen Zeit hat er sich nicht einmal bewegt
und man hofft das der Tag kommt wo er Arme und Beine bewegt,
wo er endlich schreien kann.
Ständig haben wir uns nach seinem Zustand erkundigt,
ihn so oft wie möglich besucht und angefaßt.
Man merkte das es genau das war was er brauchte:
Zuspruch, wissen das jemand da ist,
und einen Grund das viel zu früh begonnene Leben nicht aufzugeben.
Erst nach fast drei Wochen durften wir "känguruhen", das hat uns allen so gut getan das wir gar nicht mehr aufhören wollten.
Zehn Tage hat man das Wasser aus dem Kopf abziehen müssen, dann hatte sich das Gerinsel, welches den Abfluss verstopfte aufgelöst.
Nach genau 4 Wochen hatte ich die Nase voll (im wahrsten Sinne)
ich zog mir nachts um zwei den Tubus.
Tja irgendwann muß man ja groß werden und alles selber machen.
Das mit dem selber atmen hat aber leider nur zwei Tage gedauert
dann wurde ich wieder intubiert.
Allerdings war es jetzt,
nach vier Wochen endlich soweit
das ich in das heimatliche Krankenhaus nach
Wilhelmshaven gebracht werden konnte.
Es ging mir soweit ganz gut,
zumindest so gut das man mich transportieren konnte
und das fand ich natürlich ganz klasse
und machte mich am 10.03.2001
mit dem rot-weißen Auto auf den Weg nach Wilhelmshaven.
Heute ist Joschua 3 ½ Jahre alt,
kann nicht sprechen und nicht laufen,
ist noch nicht trocken,
kann nicht selber essen
und ist ziemlich oft krank aufgrund seiner Vorerkrankungen.
Er bekommt regelmäßig Physiotherapie, Logopädie und Frühförderung,
er trägt seit er 1 ½ Jahre alt ist, auf beiden Ohnren Hörgeräte.
Ab Ende August diesen Jahres geht Joschua in den heilpädagogischen Kindergarten.
Ich denke dort wird er noch einiges lernen können,
was wir ihm nicht vermitteln können.
Er ist lebenslustig,
lieb und manchmal auch ein kleiner Schelm,
er lacht morgens schon nach dem Aufwachen
und führt dies auch bis zum abend fort.
Er hat Flausen im Kopf wie jeder andere auch,
er versteht jedes Wort nur kann es nicht in eigene Sprache umsetzen,
nur das Wort NEIN das versteht er seltsamerweise nicht.
Wir wollen ihn nie wieder missen. Er bereichert unser Leben!
Seit November letzten Jahre hat Joschua einen kleinen Bruder,
auch der (Rafael) wurde viel zu früh in der 28 SSW. geboren,
hierzu aber mehr auf Rafaels Seite.
Seinen Bruder liebt er heiß und innig.
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Joschua findet alles toll was mit Tieren oder Autos zu tun hat.
Ebenfalls mag er gerne Trecker.
Am liebsten hat er Kühe, Hunde, Katzen und alle Autos der Welt.
Das sind Sachen deren Geräusche er auch schon einwandfrei nachahmen kann.
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Ich denke Ihr werdet schon was passendes finden.
Ich bedanke mich schon jetzt bei allen die an dieser SUPER-Aktion teilnehmen, Ihr seit spitzenklasse, so etwas habe ich noch nicht erlebt.
Macht weiter so, auch ich werde weiter versuchen für die Kinder zu sticken!
Einen lieben Gruß an alle Kinder und deren Eltern, macht weiter so.
Nadine mit Joschua Niclas und Rafael Malte
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Die Decke wurde im Mai 2005 von
Dane genäht.
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"Hallo alle zusammen!
VIELEN VIELEN VIELEN Dank an alle
die an Joschuas und Rafaels Quilts mitgewirkt haben.
Die Decken sind so wunderbar ich habe geweint vor Glück, Stolz, Freude etc.
Hab sie erstmal überall mit hingenommen und gezeigt,
es waren allt total begeistert.
Natürlich werde ich Euch noch teil haben lassen an den
Bildern der Beiden mit Decke,
nur ist unsere DigiCam kaputt
und wir können gerade nicht fotografieren.
Aber sobald sie wieder funktioniert schicke ich Dir Tanni die Bilder.
Vielen Vielen Dank nochmal.
Ich glaube man kann gar nicht genug DANKE sagen,
das es Euch liebe Menschen gibt.
Liebe Grüße
Nadine mit Joschua & Rafael"