Jannik wurde am 26.06. 1999 in der 25. SSW in Folge einer Infektion
in der Gebärmutter "in die Welt strafversetzt".
Aufgrund seiner gesamten Unreife erlitt er eine Hirnblutung IV. Grades
und entsprechend die PVL infolge der Sauerstoffunterversorgung.
Durch die Hirnblutung kam es zum Hirnwasserstau, Hirnüberdruck
Hydrocephalus und es musste ihm ein Shunt-System eingesetzt werden,
außerdem war sein Sehnerv stark gequetscht worden,
was zu einer sehr starken Seheinschränkung/Blindheit führte.
Dank seiner Kämpferqualitäten überlebte er diesen ganzen Zirkus und entwickelte sich im Rahmen seiner engen Möglichkeiten, infantile Cerebralparese für alle 4 Extremitäten, sehr gut - und er bekam den Ehrentitel "Bärchen", da er schon als ganz ganz kleiner Mann kämpfte wie ein Bär und uns damals nicht allein auf dieser Welt gelassen hatte.
Wir versuchten ihm über Therapien und alternative Behandlungsformen möglichst so viele Förderungsmöglichkeiten anzubieten wie er nur wollte und konnte und so wurde aus ihm mit der Zeit eines der freundlichsten und fröhlichsten schwerbehinderten Bübchen der Welt.
Wieder erwarten lernte er sowas ähnliches wie kriechen,
begann mit 3 Jahren, fast wider Erwarten,
plötzliche Laute zu formen,
die stark nach "Oma, Opa, Papa, Mama, Nein und Ja" klangen.
Dieser positive Zustand bzw. Prozess blieb so
bis zu jenem unheilvollen 20.03.2003,
als Jannik einen weder von uns
noch den Ärzten rechtzeitig bemerkten außergewöhnlich massiven Hirnstamminfarkt
(Basilarisinfarkt)
im Zusammenwirken mit dem Versagen seines Shunt-Systems erlitt.
Sein Hirn wurde durch den Infarkt nicht mehr durchblutet,
schwoll an, durch das defekte Shuntsystem entstand ein Überdruck
und das Gehirn wurde somit noch zusätzlich sehr stark zerquetscht.
Und erneut trotzte Jannik den Prognosen, zeigte Bärchenstärke und Lebenswillen in unglaublicher Manier, denn nach medizinischen Kenntnissen hätte er diese Geschichte nicht überleben können.
Er blieb 6 Wochen im Koma auf Intensivstation,
begann, wider Erwarten, mit der selbständigen Atmung,
übernahm auch wieder den Herz-Kreislauf in eigene Regie
und machte anschließend ein halbes Jahr Frühreha im Wachkoma.
In diesem Zustand blieb er ein weiteres halbes Jahr.
Nach unserem Empfinden hat er die typischen,
reinen Wachkomazeiten hinter sich
und löst sich nun langsam aus dieser Teilnahmslosigkeit.
Ob es je wieder ein Lächeln von ihm geben wird, steht in den Sternen - es ist sicherlich unser innigster Wunsch.
Vielleicht kann ja euer Sticken dabei helfen!?
Was die Motive angeht, wäre Winnie-Puuh sehr schön, egal welcher Art, wir würden da den fleißigen Stickerinnen die Wahl lassen.
Liebe Grüße
Bärchen-Familie
Hier geht es zu Janniks Homepage:
****************************
Die Decke wurde am 17.05.2006 von
mir (tanni) genäht.
****************************
Für Janniks Geschwister machen sich diese Kissen mit auf den Weg!
Vielen Dank an Astrid und an Regina!
****************************
"Hallo ihr Lieben,
vielen herzlichen Dank für den Quilt!!!
Er ist wirklich total niedlich.
Wir waren sehr sehr gerührt als wir ihn in den Händen hielten!!!!
Schon damals als uns Tanni angemailt hatte,
war ich sehr angetan, von dem was ihr da tut!!!
Ich finde es eine unglaubliche Geste der Nächstenliebe
und irgendwie ist es für die Eltern ein besonderes Gefühl,
wenn "ganz fremde" Menschen so etwas liebenswertes für ihr Kind tun,
welches sonst in unserer gesellschaftlichen Rangfolge ziemlich weit unten steht
und nur Beachtung im Sinne von "Betrachtung" findet,
weniger im eigentlichen Sinne von Respekt.
Nochmals gaaaaanz lieben Dank an alle fleißigen Stickerinnen
und im Speziellen an die von Janniks Quilt.
Und ganz klar nicht zu vergessen die Kissen für die Bärenbrüder Erik und Mika.
Erik ist sehr stolz auf sein Kissen !!!
Ich habe schon Fotos gemacht und werde euch diese zukommen lassen
und auf unsere Webseite veröffentlichen!
Ganz liebe Grüße von
Bärchen, den Bärenbrüdern und dem Rest"