Geboren bin ich (zusammen mit meiner Zwillingsschwester Lisa)
am 19.10.2003 um 10.44Uhr.
Ich wog 965g.
Eigentlich war ich ja noch gar nicht so weit,
denn meine Mama befand sich erst in der 28+2 SSW.
Aber wie sagt man so schön:
erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt!
Meine Mami wollte eigentlich nur schnell zur Akkupunktur
wegen ihrem Sodbrennen, aber die Hebamme hat sofort gesehen,
dass mit Mami irgendwas nicht stimmt.
Also musste sie direkt im Krankenhaus bleiben.
Nach zwei Tagen wurde sie verlegt,
weil die Ärzte wohl schon geahnt hatten
das ich nicht mehr lange im kuscheligen Bauch bleiben würde.
Um das Leben von meiner Mama, Lisa und natürlich mir zu retten entschied man sich uns auf die Welt zu holen!
Es stellte sich heraus das Mama das HELLP-Syndrom hatte.
Auch ich war anfangs sehr schlapp und mein Herz musste stimuliert werden, außerdem bekam ich zusätzlich Sauerstoff.
Während Mama auf der Intensiv-Station um ihr Leben kämpfte, hat man mich und meine Schwester auf der Neonatologie gut versorgt.
Es sollte noch eine ganze Woche dauern
bis Mami uns endlich besuchen konnte.
In der Zwischenzeit konnte ich immer mit Papi känguruhn,
das war wirklich prima.
Nach einigen Tagen stellte eine Schwester beim Wickeln fest, das ich irgendwie zwei Darmausgänge hatte, man wollte das aber noch genauer untersuchen.
Ein Chirurg hat sich das Ganze angeschaut
und gesagt ich hätte eine Analatresie mit rectoperinealer Fistel.
Wäre aber nicht schlimm und könnte sobald ich etwas größer bin operiert werden.
Ich habe sogar als wir verlegt wurden immer noch Sauerstoff bekommen.
Meine Eltern hatten schon die Befürchtung
ich müsste auch Sauerstoff zuhause bekommen,
aber kurz vor der Entlassung hab ich den Dreh
bekommen und kam auch ohne zurecht.
Zuhause fingen die Probleme erst richtig an.
Wegen der Analatresie
– grob erklärt ist es so,
das der Darmausgang nicht wirklich an der richtigen Stelle saß
und verlegt werden musste, damit er dort ist
wo auch die Nerven / Schließmuskel sind -
konnte ich nur ganz schlecht mein großes Geschäft machen
und wenn dann auch nur unter starken Schmerzen.
Die OP wurde sehnsüchtig erwartet………
aber es wurde eigentlich nicht besser!
Nach der OP musste ich für einige Tage auf die Intensiv-Station.
Als ich dann endlich wieder zuhause war,
ging das Theater erst richtig los.
Ich habe ständig Bauchschmerzen und wenn ich dann endlich mal Verdauung habe,
muss ich immer ganz fürchterlich weinen.
Mein Popo ist teilweise schon ganz wund und blutig,
weil ich dann immer sooft muss.
Für meine Eltern ist es eine sehr schwere Zeit,
weil ich denen ja noch nicht sagen kann was ich habe,
also schreie ich immer nur.
Manchmal habe ich auch nachts ganz fürchterliche Schmerzen
und meine Mami kann gar nicht schlafen weil sie mich trösten muss.
Wenn diese Phasen vorüber sind ist Anna ein absolut liebes Kind
welches immer lacht und ganz schelmisch guckt.
Sie spielt total gerne mit dem Ball
und auf der Müslischale ist ein lustiger Engel,
auf den sie immer zeigt.
Sie erkennt auch andere Engel und lächelt immer wenn sie einen sieht.
Seit neuestem haben Anna und ihre Schwester Lisa den Spaß am Baden
entdeckt.
Sie planschen immer ganz wild, und nicht nur das Badezimmer
sondern auch wir sind immer pitschnaß!
Katzen mag sie auch, sie sagt immer "ka-ke" und erkennt sogar die kleine Katze auf der Kaffeetasse!
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Die Decke wurde am 22.01.2006 von
mir (tanni) genäht.
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Der Quilt ist angekommen!