Vera
Name: Vera
Alter: 9 Jahre
Mama und Papa: Gabi und Martin
Geschwister: Johannes (12) und Valentin (7)
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Vera´s Geschichte
Am 13.04.2004 war unser Familienleben, wie wir es bisher kannten zu Ende.
Ein schrecklicher Unfall veränderte das Leben unserer heute 9 Jahre alten Tochter, die bis dahin quitsch- vergnügt und gesund war, radikal. Und damit auch unseres,
d. h. Gabis und Martins (Eltern), Johannes´ (12) und Valentins (7) (Brüder) Leben.
Vera wurde von einem Auto erfasst und hat dabei ein schweres Schädel-Hirn-Trauma erlitten.
Die anderen Verletzungen wie Lungenquetschung und verschiedene Knochenbrüche sind schon lange verheilt.
Vera befindet sich laut den Ärzten noch im Appallischen Durchgangssyndrom.
Jedoch wir als Eltern sehen das mal wieder ganz anders.
Denn sie zeigt verschiedene Reaktionen auf das was sie hört, meist über den Gesichtsausdruck zu Sachen, die sie nicht will.
Wie sie den Seheindruck verarbeitet ist unklar, aber sie kann sehen. Man hat aber den Eindruck, dass Sie wesentlich mehr mitbekommt, als sie nach außen zeigen kann.
Wir kämpfen mit dem zu schwachen Muskeltonus, der den Abbau der Knochen noch verstärkt und die Bedienung vieler Hilfsmittel erschwert.
Unsere Mobilität wird durch die Temperaturregulationsstörung stark eingeschränkt.
Selbst in unserer überheizten Wohnung verliert sie Körpertemperatur und wir wärmen sie das ganze Jahr, 24 Stunden lang.
Vera war nach dem Unfall im Behandlungszentrum Vogtareuth. Während dieser Zeit hat uns der Verein Silberstreifen e. V. in Vogtrareuth, eine kleine Wohnung in der Nähe des Krankenhauses zur Verfügung gestellt und uns damit die Begleitung von Vera wesentlich erleichtert.
Im Dezember 2004 wurden wir von den Kliniken in unser neues Leben entlassen.
Und bis jetzt hilft die ganze Familie zusammen.
Vera ist in unserer Familie schützend eingehüllt, wo Eltern, Geschwister, Großeltern und eine Uroma immer zur Stelle sind.
Und wenn es nur mal die Zeit ist ihr die Hand zu halten und um ihr zu sagen, wie wunderbar sie ist.
Oder ein Opa, der mit ihr in die Fantasiewelt von Büchern verreist.
Zum einen tut es weh, an die Zeit vorher erinnert zu werden, zum anderen haben wir Erinnerungen an unsere gesunde Prinzessin.
Wir fühlen auch mit jedem, dem diese Erfahrungen fehlt, die von Geburt an oder kurz danach mit diesem Schicksal konfrontiert wurden.
Sie dürfen nun auch mit einem Kind leben, für das ein eigenständiges Leben als ein zu hoch gestecktes Ziel erscheint, aber ohne “schöne Erinnerungen” an ein “gesundes” Kind.
Wir haben von Vera gelernt, jeden Tag zu genießen.
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