Sticken für ein Kinderlächeln

*Laura

Name: *Laura

geboren am: 21.12.2008

Mama und Papa: Bianca + Reinhold

*Lauras Geschichte

Am 20 März 2008 haben wir erfahren das wir endlich Eltern werden.
Wir sind aus allen Wolken gefallen, denn es war unser sehnlichster Wunsch endlich ein Kind zu bekommen.
Wobei ich erwähnen muss, das ich 2007 schon einmal schwanger war doch das Baby im dritten Monat leider verlor.

Wir versuchten es noch einmal und es klappte.
Unser Glück sollte nicht lange andauern.

Nach etlichen Frauenarztbesuchen überwies mich die Ärztin ins KH zum Doppler.
Beim Doppler erkannte man auch nicht viel.
In der zweiten Schwangerschaftshälfte wurde mir im KH gesagt, bei meiner Tochter sähe man nicht alle Herzkammern, aber das wäre nur eine Vermutung.
Doch mit der Vermutung lag sie richtig.

Am 18.12.08 kam ich ins KH und bekam ein Mittel damit die Wehen einsetzten.
Laura musste früher geholt werden da ich Gestrationdiabetes hatte.
Doch ich bekam nur ganz leichte Wehen und dann waren sie auch schon wieder vorbei.
Das ging drei Tage lang so bis zum 21.12.08.

Ich war schon ein bisschen fertig weil sie nicht kommem wollte.
Am 21.12.08 war es dann soweit aber bis zum Abend tat sich nicht allzuviel, trotz Wehenförderung, der Muttermund ging einfach nicht auf.
Dann sagte der Arzt jetzt müsse ein KS gemacht werden sonst wäre es schlecht für das Baby.
Ich bekam eine PDA und dann ging es endlich los.
Wir hatten panische Angst das durch die PDA unsere Tochter nicht überleben würde, denn sie hatte ja wirlich was am Herzen.

Nach vielen Minuten endlich: ein Schrei – sie war da.
Und doch hatten wir Angst vor der Abnabelung.
Doch es ging gut.
Sie wurde gleich auf die ITS gebracht.
Herzgeräusche hatte sie da aber noch keine.

Sie war ein zufriedenes Baby das nur schrie wenn sie Hunger hatte.
Die ITS Schwestern sagten auch das sie sehr viel lachte.
Nach ein paar Tagen bekam sie einen HK gemacht um zu schauen ob es überhaupt zu Operieren ist.
Gott sei Dank war es so.
Es stellte sich herraus das sie mehrere Herzfehler hatte:
Situs inversus mit Dextrokardie, Totale Lungenvenenfehleinmündung vom Suprakardialen Typ, Pulmonalatresie, DORV mit Malpsition der Aorta, Rechtsseitiger Aortenbogen, persiestierender Ductus arterious, kompleter AV-Kanal, einzelnes Ostium für die Koronararterien im linken Koronarsinus, AVSD, großer VSD.

Uns wurde der Boden unter den Füßen weggerissen.
Doch wir hatten keine andere Wahl sonst würde sie nicht mehr lange Leben.
Das war ein großer Schock für uns.
Die Ärzte empfahlen uns nach St Augustin zu gehen was wir natürlich auch taten.

Am 6.01.09 war es dann soweit.
Wir warteten ganz ungedulig auf den Hubschrauber, dann war er endlich da.
Als wir sahen wie sie unsere Tochter in den Transportinkubator legten, hatten wir Tränen in den Augen.
Wir hofften inständig sie in St Augustin wohlbehalten wiederzusehn.

Gleich am nächsten Tag machten wir uns auf den Weg, wir fuhren mit dem Zug 7 Stunden und bei -18 C.
Endlich waren wir bei unserer Maus.
Dort nahmen wir sie so oft es ging auf den Arm.
Und auch der Papa hatte den kleinen Fratz endlich auf den Arm.
Es war ein schöner Anblick den Vater das erste Mal seine Tochter auf den Arm halten zu sehn.
Er hatte vor lauter Glück Tränen in den Augen.
Und Laura?
Sie fühlte sich sichtlich wohl bei ihrem Papa.

Am 12.01.09 stand dann die OP an.
Wir beteten und hofften auf ein gutes Ende für unseren kleinen Sonnenschein.
Nach ca 8 Stunden kam sie aus dem OP und die Ärzte klärten uns auf was gemacht wurde.
Dann gingen wir zur Laura.
Als wir sie so da liegen sahen, waren wir geschockt, wir hatten ja vorher noch nie sowas gesehn.
Uns standen die Tränen in den Augen.
Sie hatte 14 Infusionsspritzen, mit den Medikamenten drin, an sich.
Es war schlimm.
Sie machte sich ganz gut doch dann kam ein Rückschlag.
Sie hatte plötzlich einen Herzstillstand.
Zum Glück war ein Pfleger da, der sofort etwas unternahm.
Wir mussten raus aus dem Zimmer und gingen ins Elternrefugium.

Als dann der Pfleger ankam, dachten wir schon das Schlimmste.
Aber er sagte nur, wir mussten sie reanimieren, dann war sie wieder da.
Glücklicherweise hatte sie nichts Schlimmeres davongetragen.

Dann ging es wieder bergauf und nach ein paar Tagen kam sie auf die Normalstation.
Dort war eine supernette Schwester, sie hieß Gaby.
Laura und auch wir mochten sie sehr und waren jedesmal froh, wenn sie für uns da war.
Wenn Laura Gaby´s Stimme hörte, wurde sie aufmerksam und hörte Gaby zu wenn sie so vor sich hin redete.
Einige andere Schwestern waren nicht so nett.
Da die Milch ja in den Schwesternzimmern ist und dort auch gewärmt wurde, gingen wir hin, wenn Laura Hunger hatte und fragten nach der Milch. Da waren Schwestern, die so gar keine Lust hatten aufzustehn und die Milch warm zu machen, was aber innerhalb von nur 1 Minute getan wäre.
Das regte uns sehr auf deshalb waren wir auch froh wenn Schwester Gaby oder die etwas älteren Schwestern Dienst hatten.

Wir trugen unser Schatz immer im Flur herum. Immer dabei war ein Monitor, der Alarm gab, wenn etwas mit Laura´s Herzen nicht stimmte oder die Sauerstoffsätigung zu niedrig oder zu hoch war.
Und auch der Papa machte sich gut, wenn er mit ihr durch den Krankenhausflur herumlief.

An einem Tag schien mal die Sonne und wir durften mit ihr spazieren gehen (und das das erste mal Draussen) was für ein Gefühl das eigene Kind im Kinderwagen um das Krankenhaus fahren zu dürfen, dies werde ich nie vergessen.

Beim ersten Mal gab es einen kleinen Vorfall, Laura vorher getrunken und wir gingen dann spazieren, plötzlich brach sie die Milch aus, das war nicht so schön. Wir sind dann wieder reingegangen und beim nächsten Mal warteten wir ein wenig.
So verging die Zeit und eines Tages sagte eine Ärztin zu uns: “Frau D. Herr W. ich denke in ein paar Tagen können sie nach Hause mit Laura!
Wir waren zuerst sprachlos aber dann dachten wir uns, die müssen wissen was sie tun.
Für uns persönlich ging es zu schnell.
Und für unser Spatz auch…. :-(
Ein, zwei Tage später wurde sie, ohne das sie geschrien hat, auf einmal kreideblass und ruhig!
Das war ein Tag nachdem ich eine Nacht mit ihr verbringen durfte (wo alles in Ordnung war).
Ich fing, bevor sie blass wurde, zu weinen an, weil dies meine erste Nacht war und ich immer wach war, weil ich dachte hoffentlich passiert nix.
Deshalb war ich eben fertig und weinte.

Ich glaube Laura hat es mitbekommen (was mir im nachhinein so sehr leid tut).

Wie gesagt, sie wurde auf einmal total blass.

Zum Glück hatten wir an diesem Tag Schwester Gaby und als sie nach uns schaute, sah sie das Laura blass war (wir konnten es zuerst gar nicht sehen, da sie in eine rote Decke eingehüllt war) sie nahm sie sofort mit und rannte zu einer Ärztin.
Ich machte mir so sehr Vorwürfe das es wegen mir passiert ist, weil ich doch vorher geweint hatte.

Als sie wiederkam, sah Laura wieder ganz normal aus.
Sie sagte es wäre besser wenn wir doch noch ein paar Tage da bleiben würden.

Das taten wir auch voller Sorge aber auch mit Erleichterung.
Sie kam wieder zur Beobachtung in eines der 2 Beobachtungszimmer.
Wir bemerkten auch das sie etwas Durchfall hatte und sagten es der Ärztin bei der Visite, sie sagte “wir kontrollieren das.”
Zur Vorsorge legten sie Laura nebenan in ein Zimmer, da sie nicht wussten was los war.

Zu dieser Zeit dachten wir nicht, das dies der vorletzte Tag unserer Tochter sein würde.
Wir genossen die Stunden mit unserer Maus und freuten uns, da sie immer wieder lächelte und uns damit zeigte, das sie glücklich ist und alles in Ordnung ist.

Am nächsten Tag /Abend trank sie noch gut 70 ml Milch und wir dachten das sich alles wieder zum Guten wenden würde…..
Wir gaben ihr einen Gute-Nacht-Kuss und sagten “bis morgen Laura-Schatz.”
Am frühen Morgen, so gegen 4 halb 5 kligelte in unserem Zimmer plötzlich das Telefon.
Mein Mann ging ran. Vorher sagte er noch “es ist was passiert” …
Er ging ran und brach sofort in Tränen aus und sagte:
“das kann nicht sein, das kann nicht sein.”
Ich nahm im den Hörer ab und fragte nach was los ist.
Eine Ärztin war dran, sie sagte:
“Laura ist Tot!!!!!!!”

Ich fing an zu weinen und dachte nur “warum?”.
Sie sagte wir sollen auf die Intensivstation kommen.
Als wir dort ankamen wartete schon der Arzt und eine Ärztin auf uns.
Sie erklärten uns was passiert ist und das sie vergeblich versuchten ihr kleines Herzchen wieder zum Leben zu bringen.
Sie fragten uns, ob wir sie sezieren lassen möchten um herauzufinden woran sie gestorben ist.
Wir verneinten.
Dann gingen wir auf die K2 wo sie Laura schon vorher hinbrachten.
Als wir in das Zimmer kamen, lag sie in ihrem Bettchen als wenn sie nur schliefe.
Ich konnte einem Moment lang mich nicht von der Stelle rühren da ich so geschockt war.
Aber wir nahmen unseren Schatz auf den Arm, immer abwechselnd, und so nahmen wir Abschied von unserer lieben Maus.

Am 12.02.09 war die Beerdigung.
Nur leider waren wir nicht viele – das fand ich sehr schade.
Wir haben unsere Prinzessin noch auf ihrem letzten Weg begleitet.

Laura starb am 06.02.09 um 03.45 Uhr in St. Augustin.

Wir werden Dich nie vergessen.
Du lebst in unserem Herzen weiter.

Motivwünsche:

Als Motivwünsche hätten wir gerne Engel, Prinzessinen, Herzen und, wenn es möglich wäre, in der Mitte den Namen Laura

Für *Laura haben sich genügend Sticker/innen gefunden. Dankeschön

Bisher sind folgende Motive vergeben:

  1. Engel
  2. LAURA in Füsschenschrift
  3. Engel mit teddy
  4. Herzen
  5. viele Herzen
  6. Schutzengel mit Daten

Die Quadrate für *Laura:



Sticken für ein Kinderlächeln benutzt Wordpress.