Sticken für ein Kinderlächeln

*Jasmin

Name: Jasmin

geboren am: *04.07.05, +14.12.05,

Mama und Papa: Silke und Jan

Geschwister: Lukas 06.03.03 und Isabell 08.09.09

*Jasmin´s Geschichte

Am 06.03.2003 kam unser kleiner Lukas per Kaiserschnitt auf die Welt. Ich war über glücklich.
Er war 3570g schwer und 52cm groß.
Die Geburt war nicht so leicht.

1 ½ Jahre später wurde ich wieder schwanger und alle freuten sich.
Die Schwangerschaft verlief bei mir soweit normal.
Der Frauenarzt meinte immer nur das mein Baby eine Woche zu klein wäre, das aber nicht schlimm sei.
Wir suchten immer stundenlang nach dem Herzton und fanden ihn auch aber es dauerte immer länger als wie ich es bei Lukas gewöhnt war.

Mit der 40. Woche kam ich ins Krankenhaus, weil ich Schmerzen hatte. Die Ärzte machten CTG`s und viele Ultraschals.
Nach den Untersuchungen sagte man mir das meine Schmerzen keine Wehen sind und eine andere Ursache haben.
Sie sagten, dass es meinem Baby nicht gut geht.
Ich war wie gelähmt und weinte erst einmal.

Am nächsten Tag (04.07.2005) sagten die Ärzte mir, dass es am besten wäre das Baby mit einem Kaiserschnitt zu holen, es würde eine normale Geburt vielleicht nicht überleben.
Am gleichen Tag wurde noch alles vorbereitet und ich hatte so eine Angst.

Um 12.36 Uhr war meine Tochter Jasmin geboren und sie lebte.
Als ich aus der Narkose wach wurde, durfte ich ihr durch den Brutkasten die Hand geben, dann wurde sie in die Kreuznacher Diakonie überführt.
Ich weinte bitterlich und wurde auch schon 2 Std. später dorthin überführt.

Jasmin lag auf der Intensivstation für Frühgeborene.
Sie war an Beatmungsschläuche und Ernährungssonden u.s.w. angeschlossen.
Es war kein schöner Anblick.

Die Ärzte sagten mir, dass sie einen schlimmen Herzfehler hat. Gleichzeitig sagten sie mir, dass eine dringende Operation notwendig sei um ihr junges Leben zu retten.
Die Ärzte überwiesen mich nach Heidelberg, wo meine Kleine sämtliche Untersuchungen über sich ergehen lassen musste.
Dabei kam heraus das sie das „Williams-Beuren-Syndrom“ zusätzlich hat und das alles erschwerte.
Sie gaben mir trotz allem so viel Hoffnung und meinten meine Tochter wäre so stark, sie schafft das schon!

Am 14.12.2005 war dann die Operation.
Ich war bei ihr im Krankenhaus, badete sie morgens und zog sie an.
Ich sagte mir und ihr immer wieder heute Abend sehe ich dich wieder.
Dann brachten Jan (mein Mann) und ich sie um 07.00 Uhr zur OP, der Abschied viel so schwer, dass ich anfing zu weinen.

Der Tag wollte und wollte nicht vergehen, es waren Stunden der Verzweiflung.
Um ca. 15.00 Uhr klingelte dann mein Handy, es waren die Ärzte die noch aus dem OP anriefen und sagten, dass es nicht gut aussehe und sie Probleme hätten.
Sie bestellten uns in das Büro wo wir auf sie warten sollten.
Ich fing an zu beten und zu flehen das meine Kleine es doch schaffen soll und das ich alles dafür tun würde.

Um 17.00 Uhr kam dann der Oberarzt und sagte uns, dass unsere kleine Jasmin es nicht geschafft hätte.
In mir brach sofort eine Welt zusammen, ich hatte doch so gebetet und gefleht.
Das konnte doch nicht die Wahrheit sein ….!

Wir durften uns dann anschließend von unserer kleinen Tochter noch verabschieden.
Ich hielt ihren kleinen leblosen Körper, den ich morgens noch badete, eine Weile in meinen Armen, drückte ihn an mich und weinte bitterlich.
Jan und ich riefen unsere Verwandtschaft an.
Meine Mutter und Katja (meine Schwester), die auch eine gesunde Tochter zur Welt gebracht hatte, kam noch am selben Abend zu uns und hielt meine kleine Jasmin noch im Arm.

Dann kam ein Geistlicher und nahm ihre letzte Salbung ab.
Ich weiß nicht was weiter geschehen ist, da ich Medikamente bekam.

Am 20.12.2005 war dann die Beerdigung, es war so schlimm und ich habe kaum was von diesem Tag mitbekommen.
Ich weiß noch, dass meine Schwiegermutter mir die Schuld an all dem gegeben hat und mir sagte, dass ich keine Cola trinken sollte.
Ich brach ab diesem Zeitpunkt den Kontakt zu Ihr ab und habe ihn auch nicht mehr zugelassen.
In den nächsten Wochen und Monaten lebte ich nur noch für meinen Sohn, den ich in der ganzen schlimmen Zeit in Heidelberg nicht sehen konnte und für meinen Mann.

Jetzt habe ich nach all der langen Zeit wieder ein kleines Mädchen bekommen und sie heißt Isabell und ist jetzt 8 Monate alt!
Ich habe heute noch Beklemmungen, wenn ich an diese Zeit denke.

*Jasmins Wandbehang ist fertig!



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