Sticken für ein Kinderlächeln

Jannis

Name: Jannis

geboren am: 14.06.1991

Mama : Heidi

Geschwister: -

Jannis Geschichte

Ein Wiedersehen nach 25 Jahren……..

Von ganz tiefen Herzen, würde ich gerne einem jungen kranken Mann eine freudige Überraschung machen.
Der Sohn meiner Freundin, ist mir sehr ans Herz gewachsen.
Es berührt mich immer wieder, wenn Jannis uns anruft, und sich danach erkundigt wie es meinen Mann und mir geht.

Damit diese Überraschung für Jannis gelingt, benötige ich Eure liebevolle Unterstützung, eure so phantastische Arbeit hier bei Kinderlächeln.

Ich wünsche mir für Jannis, von tiefen Herzen einen Quillt, damit ihm immer schön warm ist, und er nicht bibbern muss.

Wiest ihr was, ihr Lieben,
Ich hatte mal eine ganz liebe Schulfreundin, wo leider der Kontakt abbrach nach unseren Schulabgang.

1983, verloren meine damalige Schulfreundin und ich uns aus den Augen.
Durch berufliche wie familiäre Situationen, trennten sich unsere Wege. Keiner wusste voneinander, wo der andere geblieben war.
Wie sagt man so …. aus den Augen … aus dem Sinn.

Doch dann geschah das unfassbare, durch einen Zufall im Okt. 2008 las ich ihren Namen im Netz, bei Schulfreunde suchen.
Schaute mir Fotos an, und ich hatte meine liebste Schulfreundin wieder gefunden.
Ich setzte mich gleich daran ihr ein paar Zeilen zu kommen zu lassen. Wie ein Blitz, bekam ich eine Antwort.
Beide konnten wir es nicht fassen, nach so vielen uns wieder gefunden zu haben.
Wir tauschten sofort unsere Wohnanschrift wie Telef. Nr. aus.
So war es gesichert, dass wir uns nicht wieder verlieren.

Wir schrieben und telefonierten miteinander, denn in 22 verlorenen Jahren hatten wir uns so viel zu erzählen.
Wie es unsere Zeit bedingt unserer Kinder zuließ, hielten wir den pers. Kontakt aufrecht.
Sie sandte mir ein aktuelles Foto von sich und ihren Sohn.
Ich sah auf den ersten Blick dass ihr Sohn Jannis auch eine Krankheit mit sich trug, was mich darauf hin traurig stimmte.
Wir vereinbarten einen Termin dass wir uns endlich mal wieder sehen nach so vielen Jahren, und das sich unsere Kids mal kennen lernten. Alles wurde gut durchdacht, wie ich es mit Patrick bewältigte.
Das stellte für mich aber nicht das Problem da, Patrick hätte ich in seinen Rolli in unseren Bus transportiert, seinen Treppensteiger daneben, und auf wäre die Fahrt gegangen.

Doch dann geschah das Schicksal bei uns mit Patricks plötzlichen Tod.
Ich stand nicht in der Kraft, die Situation es meiner Freundin mit zu teilen, doch dann tat ich es.
Sie war so bestürzt von der Nachricht, dass sie es stumm machte.
Ihre Worte klingeln jetzt noch in meinen Ohren, sie sagte ,,Sie hätte Patrick gerne persönlich kennen gelernt,, aber durch meine Erzählungen und Bildern von Patrick, lernte sie Patrick kennen.
Wochen später, nach der Beisetzung von Patrick trafen wir uns bei ihr zuhause.

Ihren Sohn Jannis konnte ich an diesen Tag kennen lernen.
Trotz seiner schweren Krankheit, lebt Jannis ein sehr zufriedenes Leben.
Schon sehr viele Jahre, lebt Jannis mit seiner Mutter ( Heidi ) alleine. Aber ich muss sagen ,, die beiden sind ein Super eingespieltes Team,, wie Jannis´ ‘‘Fußballverein der Schalke 04‘‘

Meine Freundin Heidi ……..

Ihr Sohn Jannis, erkrankte mit zweieinhalb Jahren an einen Gehirntumor und musste oft operiert werden, eine Chemotherapie, das heißt starke Medikamente, Bestrahlungen und das schlimmste war die Transplantation (Übertragung) von Stammzellen (gesunden Zellen eines anderen Menschen).
Es folgten wieder Chemotherapien.
In dieser Zeit durfte wegen der Ansteckungsgefahr fast niemand zu ihm ins Zimmer.
Nur die Ärzte, Krankenschwester und seine nahen Familienmitglieder. Mit vier Jahren erlitt Jannis aber einen Rückfall.
Der Gehirntumor kam wieder und so musste Jannis wieder einige Male operiert werden.
Bis Jannis sieben Jahre alt war, verbrachte er sehr viel Zeit seines Lebens in der Uniklinik.

Heute ist Jannis 19 Jahre alt, und verlässt diesen Sommer die Regenbogenschule für KB.
Jannis wurde bei seinen dortigen Schulbesuch nach GB. unterrichtet.
Ab September 2010 begibt sich Jannis in einen neuen Lebensabschnitt, er wird dann die Werkstatt für Behinderte besuchen.
Die Behinderung gehört zu seinem Leben und er kann mit seiner Behinderung sehr gut umgehen.
Wegen der vielen Kopf – Operationen hat Jannis starke Sehprobleme, er sieht ab und an doppelt.
Aber wenn er ein Auge schließt, dann ist das nicht mehr so.
Auch seine Wirbelsäule ist stark gekrümmt.

Jannis kann leider nicht lesen aber jedoch beherrscht er etwas die Rechtschreibung, seine Mama liest Jannis, jeden Morgen aus der Tageszeitung das aktuellste aus der Sportseite vor, damit Jannis auch auf den aktuellen Informationsstand ist.
Auch alles andere was ihm im Netz interessiert, muss seine Mama ihm vorlesen.
In Jannis´ Fußballheften, werden immer alle Spiele eingetragen ,,auch von seiner Mama,, schon mal.

In seiner Freizeit sammelt Jannis alles vom FC Schalke 04, was er bekommen kann.
Zum ersten Mal hat Jannis, den FC Schalke 04 im Jahr 2004 bei einem Auswärtsspiel in Freiburg gesehen.
In seiner Klasse sind leider sehr viele Dortmund und Bayern Fans/Anhänger.
Aber sein Freund findet den FC Schalke 04 ganz toll und so ist Jannis auch FC Schalke 04 Fan/Anhänger geworden.
Sie halten zusammen und machen natürlich – sehr viele Witze über viele Vereine.
Sein Lieblingsspieler ist Kevin Kuranyi.

Der schönste Moment aber war für Jannis, als er mit seiner Mama in den Innenraum der Veltins – Arena in dem Bereich der Victoria Versicherung hineinging. ( Jannis in der Veltins – Arena).

Dort haben 61425 Zuschauer Sitz- und Stehplätze.
Herr Mathiak erklärte ihnen die Veltins – Arena.
Jannis hörte sehr gut zu und schaute sich alles ganz in Ruhe an. Währenddessen ging Herr Mathiak einmal von denen weg um zu telefonieren.
Als er wiederkam, sagte er: ,,Jannis, du wirst mit deiner Mutter am Mittwoch, den 23.11.2005, wenn der FC Schalke 04 gegen Eindhoven spielt, hier in der Veltins – Arena dabei sein.“
Jannis Mutter freute sich sehr für ihren Sohn und war selbst schon ganz aufgeregt.
Damit auch Jannis alles sieht, saß er mit seiner Mutter in der Victoria – Tribüne oberhalb der Trainerbank, also ganz nah am Spielfeld.
Und so ging ein wunderschöner Tag für Jannis und seine Mutter dem Ende entgegen.
Sie schauten sich noch das Training an und Jannis traf auch seinen Lieblingsspieler Kevin Kuranyi.

Wenn Jannis seine Mutter es möglich machen kann, ihr einziges Kind was zu ermöglichen, was ihn Glücklich macht, versucht sie immer alles. Und wenn es ein Fußballspiel auf FC Schalke 04 ist.
Nichts würde ihn glücklicher stimmen als in der Arena dabei zu sein.
Wir haben solch einen engen Kontakt und unternehmen auch meist was zusammen.
Jannis ist meinen Mann und mir uns so ans Herz gewachsen, er hat sogar schon Patrick besucht und war auch mit seiner Mama beim Jahresgedenken zur Messe bei uns.

Jannis ist ein Junge, den man einfach lieb haben muss.
Jannis strahlt so viel Liebe wie Dankbare Herzlichkeit aus, das ich mich immer wieder freue, wenn ich Jannis und seine Mama besuche, oder sie bei uns zu Besuch sind.
Ich wünsche uns allen dass diese Zeit noch sehr lange anhält, und wir noch viele schöne gemeinsame Stunden verbringen können.
Aber wichtiger ist, das Jannis sein Gesundheitszustand noch weiter so stabil bleibt, dass er noch viele schöne Jahre erleben kann, im Kreise seiner Familie und Freunden.

Ganz liebe Grüße
Inge

Jannis Quilt ist angekommen!

“Ihr Lieben,

ich nenne euch einfach so, weil es ganz tief von Herzen kommt. Persönlich kennen wir uns leider nicht. Aber mit eurer großen Überraschung, Jannis ein Quilt zu seinem 20. Geburtstag zu schenken, bringt uns euch ein ganzes Stück näher.

Aber damit ihr auch einen kleinen Eindruck von Jannis habt, erkläre ich es euch kurz:
Jannis ist mit 2,5 Jahren an seinem ersten Hirntumor erkrankt und erlitt 1,5 Jahre später einen Rückfall. Damit verbunden waren viele Chemotherapien, Bestrahlungen und letztendlich eine Transplantation. Der Kampf hat sich gelohnt. Jannis hat die ganze Zeit, trotz seines noch so jungen Alters, voll mitgezogen. Klar, oft war er ängstlich und traurig, aber durch unseren starken Zusammenhalt innerhalb unserer Familie (Oma, Opa, Tante, Onkel und viele gute Freunde) hat er nie das Vertrauen verloren und gekämpft.

Es ist zwar alles schon so lang her, aber dennoch für uns als Familie präsent. Jannis ist heute ein fröhlicher, lebensbejahender junger Mann, hat eine Freundin, geht seit einem Jahr in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderungen arbeiten und lebt nach Motto: Ich liebe das Leben!!! Und dieses Motto ist wie ein Virus und steckt uns alle an ;-) Wie traurig ist es doch um die Menschen bestellt, die sich selbst wegen Kleinigkeiten im Weg stehen …

Irgendwann, wie durch Gottes Gabe, fanden Inge und ich als alte Mitschülerinnen und heute Freundinnen nach vielen Jahren zusammen. Welch ein Zufall, dass wir beide die gleiche Herausforderung in die Hand gelegt bekamen, ein Leben mit unseren kranken Kindern liebevoll und mit voller Hingabe zu meistern. Schnell kristallisierte sich heraus, dass wir ein und dieselbe Blickrichtung im Umgang mit dieser Situation hatten: Unsere Kinder sind Helden und spielen die Hauptrolle in unserem Leben und danach lebten wir auch.

Ich berichtete Jannis von Inges Erzählungen über Patrick. Inge hatte die Gabe ihn so authentisch und packend zu beschreiben, dass ich dachte, ich kenne ihn schon ewig. Es zog uns die Beine unter unserem Körper weg, als wir hörten, dass Patrick ohne vorherige Anzeichen verstarb. Wir waren wie gelähmt!

Immer noch traurig und fassungslos über das Geschehene habe ich viel gelernt. Die Liebe ist unendlich. Das haben mir Inge und Carsten gezeigt. Sie erzählen noch heute so, als wäre Patrick unter uns und die liebevolle Grabpflege ist einmalig. Das zeigt mir, dass alle drei noch ganz nah beieinander sind.

Inge und Carsten haben uns euren soooo schönen und mit viel Liebe gefertigten Quilt überreicht und wir hatten Tränen in den Augen als wir sahen, wie sehr sich Jannis darin widerspiegelt. Alle Motive sind persönlich gestaltet, dass mir bei jedem Anblick eine Gänsehaut über den Rücken läuft. Als ich Jannis genau erklärt habe, wie ein Quilt entsteht und wie viel Arbeit darin steckt, war er sehr gerührt. Vor allem aber darüber, dass es noch Engel auf dieser Erde gibt, die so etwas Schönes für Menschen tun, die sie überhaupt nicht kennen, wo sie aber wissen, dass sie dadurch kranken Menschen ein Leuchten in die Augen zaubern. Dazu eure so lieben Worte, die ihr uns schriftlich mitgeteilt habt. DANKE, DANKE, DANKE – und das noch mal aus tiefstem Herzen!!!
Ach ja: Wir nutzen den Quilt als Tagesdecke und wehe dem, der sich darauf setzen möchte. Ich glaube, bald hat Jannis vom vielen Stühle schleppen eine athletische Figur bekommen ;-) Aber auf seinen Quilt lässt er nix kommen, nicht einmal gute Freunde, die sich darauf niederlassen möchten.
Ihr habt uns sehr glücklich gemacht und ich hoffe, dass konnte ich euch auch mit diesem Brief mitteilen.

Liebe Grüße an jeden einzelnen von euch!

Jannis und Heidi”



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