Fynn
Name: Fynn
geboren am: 26.07.2007
Mama und Papa: Peggy und Danny
Geschwister: noch keine
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Fynns Geschichte
Mit der Geburt meines Sohnes Fynn begann eine Achterbahnfahrt der Gefühle mit Freude, Angst, Hoffnung, Erleichterung und viel Glück.
Meine Schwangerschaft und auch die Geburt selbst verliefen ohne Probleme, es war alles fast traumhaft schön und niemand rechnete mit einem Tiefschlag.
Doch manchmal kommt es anders als man denkt.
In einer Nacht Ende Juli 2007 war es soweit, mein Sohn Fynn wurde als scheinbar gesundes Kind geboren.
Bei der U1 passte alles soweit, lediglich eine kleine Unstimmigkeit bei Fynns Herz wurde feststellte.
Das sollte aber nichts Schlimmes sein, man vermutete ein kleines Loch, welches sich in den nächsten Tagen hoffentlich verschließen würde.
Es wurde uns gesagt, dass das bei vielen Neugeborenen vorkommt und man es die nächsten Tage weiterhin kontrollieren wollte.
Die Herztöne besserten sich nicht und als eine Schwester bemerkte, dass Fynn beim Trinken ein leichtes graues Dreieck um den Mund bekam, machte man einen Ultraschall (Der Kinderkardiologe im Krankenhaus hatte eigentlich Urlaub, aber für die Untersuchung von Fynns Herz hat er diesen unterbrochen).
Dann ging alles sehr schnell. Dr. Wiese, der Kinderarzt und Kardiologe, musste mir leider mitteilen, dass Fynn einen Fehler in der Herzstruktur hat, es brach eine Welt für mich zusammen.
Fynn musste sofort nach München Großhadern verlegt werden, denn dort konnte man die vielen Untersuchungen für die genaue Diagnose machen.
Der Transport war bereits von Dr. Wiese organisiert, wir mussten nur auf das Eintreffen des Krankenwagens warten.
Es blieben uns noch ein paar Minuten, dann wurde Fynn auch schon geholt.
Als wir in der Klinik eintrafen, erklärte uns der Arzt, was sie bisher an Fynns Herzen festgestellt hatten:
eine Transposition der großen Arterien (die Vertauschung der Herz- und Lungenschlagader) und eine Fehlbildung der Herzkammern, die rechte Herzkammer ist gar nicht oder nur sehr klein vorhanden und beide große Arterien münden somit in die linke Herzkammer, d.h. das sauerstoffarme und das sauerstoffreiche Blut vermischt sich jedes Mal aufs neue in der linken Herzkammer.
Aber das alles war vorerst nur unter Vorbehalt, man musste Fynn noch weiter untersuchen und auch die Chirurgen sowie der Chefarzt mussten ihn sich noch genauer anschauen.
Während der Arzt uns dies erklärte, durfte ich unseren Fynn die ganze Zeit bei mir behalten.
Es war so schön, zu wissen, dass es ihm gut geht und er „nur“ zur Beobachtung auf der Intensivstation und an den verschiedenen Geräten angeschlossen war.
Er hatte auch einen Zugang an einer Hand gelegt bekommen, aber der war nur für den Notfall, falls es ihm schlechter ging und man unverzüglich handeln musste.
Irgendwann mussten wir Fynn aber allein lassen, er musste schlafen und ich konnte nicht mit auf der Intensivstation bleiben, aber ich wusste, es geht ihm gut und es wird sich um ihn gekümmert.
Von der Kinderärztin erfuhren wir gleich, dass es Fynn gut geht und wir ihn zum Stillen und wickeln aus dem Bett nehmen dürfen.
Da sich Fynn aber nicht zu sehr anstrengen sollte, bekam er auch noch zusätzlich die Flasche, welche wir ihm auch geben durften.
Zur Beobachtung musste er aber noch weiterhin auf der Intensivstation liegen.
Auf Grund der leichten Gelbsucht hatte man Fynn 2 Tage später unter die Wärmelampe gelegt, damit diese rascher weggeht und sein Herz nicht so viel Arbeit hat.
Es hat ihm sehr gut getan, so dass er sogar am nächsten Tag auf die normale Station verlegt werden konnte.
Er war weiterhin an die verschiedenen Geräte angeschlossen, aber es ging ihm gut.
An diesem Tag, dem dritten nach der Aufnahme in Großhadern, fand auch das Gespräch mit Dr. Markus Loeff statt.
Wir erfuhren endlich die genaue Diagnose:
Der Herzfehler heißt DILV (double inlet left ventricle).
Das Hauptproblem ist, dass Fynn eine verkümmerte rechte Herzkammer hat.
Die gut ausgebildete Herzkammer ist die linke, was die stärkere von beiden ist und somit ein Pluspunkt ist.
Des Weiteren hat Fynn eine TGA (Transposition der großen Arterien) und eine Pulmonalstenose, eine Verengung zur Lungenschlagader, dadurch herrscht in der Lunge ein niedrigerer Blutdruck als im Körperkreislauf.
Das ist sehr wichtig für Fynn, da man somit evtl. eine OP in den ersten zwei Lebenswochen vermeiden kann.
Diesen Fehler kann man nicht korrigieren, aber man kann ihn umgehen.
Es sollten 3 OPs mit viel Glück auch nur 2 OPs stattfinden.
Bei diesen OPs wird ein zweiter getrennter Blutkreislauf geschaffen, so dass sich das sauerstoffarme Blut nicht mehr mit dem sauerstoffreichen Blut mischen würde.
Nach dem Gelingen aller OPs wird Fynn ein relativ normales Leben führen können.
Die nächsten Tage und Wochen waren geprägt vom ständigen Aufpassen wie es Fynn geht, dass er nicht zu viel schreit, denn dadurch lief er blau an und von Arztbesuchen, aber wir haben auch viel Zeit mit kuscheln verbracht, sind spazieren gegangen und waren einfach nur glücklich.
Fynn hatte seine erste OP mit ziemlich genau 4 Monaten, er hat diese gut verkraftet und mit 1 ¾ Jahren hatte er die zweite OP, auch diese verlief gut.
Leider viel ein paar Tage nach dieser OP eine Vene zusammen, was man allerdings erst durch einen spontanen Herzkatheter gesehen hat (ihm ging es einige Tage nicht so gut).
Mittels eines Patches konnte man die Vene öffnen.
Der Nachteil daran ist nun nur, dass er sein Leben lang einen Blutverdünner nehmen muss.
Aber das nehmen wir für ein fast gesundes Leben gern in Kauf.
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Fynns Quilt ist angekommen!
“Hallo Bella,
nun hast du uns doch sehr überrascht mit dem Quilt. Er kam letzten Samstag an und wir haben gar nicht damit gerechnet. ![]()
Fynn hat das Paket dann ausgepackt und sich super darüber gefreut, der Quilt wurde lange bestaunt und auch direkt zum Zudecken genutzt.
Ganz lieben Dank an alle Sticker/-innen und Näherinnen für Ihre tolle Arbeit, wir möchten Euch den größten Lob, Anerkennung und Respekt entgegen bringen !!!
Ganz liebe Grüße von Peggy mit Fynn”