Sticken für ein Kinderlächeln

Finley

Name: Finley

geboren am: 18.01.2006

Mama und Papa: Nicole und Jörg

Geschwister: Malte (6,5 Jahre) und Kayleigh (19 Monate)

Finley´s Geschichte

Mein Name ist Finley.
Ich wurde am 18.01.2006 geboren.
Meine Eltern haben sich sehr auf mich gefreut und bis auf ein paar Kleinigkeiten war es eine schöne Schwangerschaft.
Die Geburt lief toll, nach nur 2 Stunden war ich auf der Welt. Bereits drei Tage später durfte ich nach Hause.

Alles lief super, ich entwickelte mich ganz normal.
Mit vier Monaten sagte der Kinderarzt zum ersten Mal, dass mein Kopf sehr groß sei. Er wolle es regelmäßig kontrollieren.
Noch machten sich Mama und Papa keine Sorgen.
Mit 6 Monaten ( zwei Tage vor Papas Geburtstag ) hatte ich einen Impftermin.
Der Azrt kontrollierte wieder meinen Kopf. Der war bereits 51,5 cm groß.
Er machte ein Ultraschall, dann holte er seinen Kollegen dazu.
Es war eindeutig Wasser zu sehen.
Er schickte uns direkt in die Uniklinik.
Da war es 18.00 Uhr abends.

Am nächsten Tag begannen die Untersuchungen nach der Ursache des Wasserkopfes: Blutentnahmen, CT, Kernspin, Röntgen EEG usw.
Für manche Untersuchungen bekam ich eine Narkose.
Nach 8 Tagen sagten die Ärzte, dass sie mich operieren müssten, da der Druck für mein Gehirn zu groß sei.
Alles wurde vorbereitet und es ging los.
Ich war aber noch klein und hatte Angst weil meine Mama nicht mehr da war.
Ich habe viel geschrien und deshalb beim Einleiten der Narkose einen Herz-Kreislauf-Stillstand erlitten.
Nach der OP lag ich im künstlichen Koma.

Zwei Tage später durfte ich die Intensivstation verlassen. Die Ärzte hatten das Hirnwasser abfließen lassen, drei weitere Tage später durfte ich heim.

Doch schon 4 Tage später ging es mir nicht gut.
Aus der Naht kam Hirnwasser. Wieder musste ich in die Klinik.
Meiner Mama wurde gezeigt wie man einen Druckverband anlegt.
Nach ein paar Tagen durften wir wieder heim um bereits 24 Stunden später wieder in der Klinik zu stehen.
Ich hatte fast 42 Grad Fieber – Verdacht auf Hirnentzündung.
Die Ärzte mussten mein Rückenmark punktieren und damit ich nicht wieder so schreie durfte Mama dabei sein.
Zum Glück hatte ich nur eine Viruserkrankung und musste für 10 Tage mit Mama in Quarantäne.
In dieser Zeit ging es mir immer schlechter.
Ich weinte viel weil ich starke Schmerzen hatte.
Die Ärzte entschieden mich ein weiteres Mal zu operieren und mir einen Shunt zu setzen.
Damit ich nicht wieder Probleme machte, bekam ich die Narkose auf Mamas Arm. Alles ging gut. Dieses Mal gingen wir erst aus der Klinik als die Fäden gezogen wurden.

Lange Zeit hat man die Folgen des Wasserkopfes und der zweiten OP gesehen.
Viele Leute haben geschaut und getuschelt.
Mama wurde oft vorgeworfen, dass sie mich geschlagen hätte weil mein Kopf so verformt war, es gibt eben auch dumme Leute.

Jetzt bin ich vier Jahre alt und habe einen fast normal großen Kopf.
Ich gehe gerne in den Kindergarten und ärgere meine Geschwister. Mein Kopf wird regelmäßig kontrolliert, irgendwann muss der Schlauch in meinem Bauch verlängert werden.
Leider stört der Schlauch meinen Darm, weshalb ich noch eine Windel brauche und mich manche Kinder hänseln.
Aber das schaffe ich auch noch.

Ach ja, meine Eltern wussten wohl schon vor meiner Geburt, dass ich was ganz besonderes bin.
Finley bedeutet nämlich “der wahre Held”. Und irgendwie bin ich das ja auch.

Finleys Quilt ist angekommen!

“Gestern war es soweit, der Postbote klingelte und brachte das langersehnte Paket. Finley wollte das Papa beim Auspacken dabei ist, konnte es aber nicht mehr bis zum Abend erwarten. Also haben wir Papa angerufen und er war am Telefon dabei. Yvonne die Decke ist echt traumhaft schön, besonders die Idee mit dem Plüschstoff ist Klasse.
Alle Karten wurden vorgelesen und auch die Geschwistergeschenke kamen super an.

Als Finley nachmittags wieder in die Kiga ging, musste seine Decke mit und jeder der ihm auf dem Weg begegnete bekam die Decke gezeigt.
Abends flog dann seine Bettdecke raus und sein Quilt hielt Einzug in seinem Bett.

Ich danke Euch allen recht herzlich im Namen von Finley, Malte und Kayleigh, ihr habt uns etwas wundervolles geschenkt, es ist so schön geworden, dass man es nicht mit Worten ausdrücken kann….

Vielen, vielen Dank !!!!!!!!”



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