Felix
Name: Felix
geboren am: 22.10.2007
Mama und Papa: Jessica und Thorsten
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Felix´ Geschichte
Am 15.03.2007 haben wir erfahren, dass sich Nachwuchs “eingenistet” hat. Wir waren als erstes geschockt, da ich gerade eine neue Arbeitsstelle angetreten habe.
Doch dann fingen wir ganz schnell an, uns riesig zu freuen.
Es wurde gewettet, was es wird, und man hat sich schon alles im Kopf vorgestellt und geplant wie das erste Weihnachtsfest wird usw.
Die Schwangerschaft verlief auch nicht so ganz problemlos.
Ich habe wirklich alles an fiesen Nebenwirkungen mitgenommen, was eine Schwangerschaft zu bieten hat.
Die erste Zeit nahm ich immer mehr ab und nicht zu.
Ich konnte nichts in mir behalten, was ich gerade verschlungen hatte.
Der Kreislauf spielte mir übelst mit und und und.
Zu allem Überfluss bekam ich dann auch noch SS-Diabetes, was für mich die Hölle war, da ich sehr gerne Süßes mag.
Im Sommer fing ich dann an, Wasser einzulagern und konnte kaum noch laufen.
In der 28. SS-Woche bekam ich dann sogar ein Beschäftigungsverbot, und sollte nur noch liegen, da mein MM schon etwas geöffnet war, zu kurzer Gebärmutterhals, vorzeitige Wehen und das Baby drücke schon unten gegen.
Außerdem war er noch viel zu klein für die SS-Woche.
Also drohte mir der Arzt, entweder zu Hause nur noch liegen und ausruhen, oder er weist mich ins KH ein.
Das KH blieb mir dann erspart. Bewegung war für mich eh ein rotes Tuch zu der Zeit, da meine Beine und Füße so dick waren und ich eine Kugel hatte, als würde ich Drillinge bekommen.
Ich fragte mich, ob das Kind nicht eher zu groß als zu klein ist.
Außerdem hatte ich zu viel Fruchtwasser, was aber auf den Diabetes geschoben wurde.
Mir wurde dann nahegelegt, mich in einer Klinik vorzustellen zwecks Risikoschwangerschaft und drohender Frühgeburt.
Ich entschloss mich dann auch, in einer Klinik mit angrenzender Kinderklinik zu entbinden und meldete mich dort an.
Die Untersuchungen verliefen ohne negativen Befund.
Ich blieb also artig auf dem Sofa liegen und wartete darauf, dass es endlich so weit ist.
Als wir dann eines abends bei meiner Cousine zum Geburtstag waren, passierte es.
Meine Fruchtblase platzte und die ganze Familie bekam dies mit. (Peinlich).
Ich hatte natürlich nichts dabei, kein Mutterpass, kein Diabetespass und auch keine Tasche.
Da ich mich entschieden hatte, in einer Klinik zu entbinden, die in der nächsten Großstadt ist (ca. 30 km entfernt), mussten wir erst meine Sachen holen.
Im Fahrgastraum stand das Wasser schon, entschieden wir uns dann doch in die hiesige Klinik zu fahren, und mein Mann wollte die Sachen holen, wenn ich gut untergebracht bin.
Gesagt getan.
Erst durfte ich noch in Ruhe Fußball gucken, da ich noch keine Wehen hatte, und Abendbrot essen.
Es hieß: “Wir haben noch Zeit!”
Nach ca. 1. Stunde, die Wehen setzten langsam ein, durfte ich noch ein bisschen in die Wanne, zum Entspannen.
Danach sollte ich noch ein bisschen laufen.
Nach ca. 10 Min. Wanne, spielte mein Kreislauf nicht mehr mit und ich musste raus.
Die Hebamme untersuchte mich und meinte nur: “Ups, wir können gleich in den Kreissaal. Es ist so weit!”
Die Geburt verlief schnell und unkompliziert.
Plötzlich war er da.
In der 37. + 4 SS-Woche kam Felix am 22.10.2007 um 23.43 Uhr mit 2350 g und 47 cm zur Welt.
Er war wunderschön und alles schien gesund zu sein.
Als die Hebamme ihm die Flasche geben wollte, verschluckte er sich und die Milch kam aus der Nase wieder heraus.
Als sich das nach dem 2. Versuch wiederholte, holte sie den Arzt.
Der wusste nun auch nicht so ganz, was das sein konnte und sie legten ihn erstmal auf die Seite und schlossen Felix an den Monitor mit Sauerstoffüberwachung an und riefen den Babynotarzt.
Wir warteten lange……
Endlich kam das Team und sie machten und taten und ich sah nichts. Dann kam die Schwester mit Felix nochmal zu mir, um sich zu verabschieden.
Ich wollte natürlich mit, doch es hieß im Krankenwagen darf niemand mitfahren.
Mein Mann wollte mit mir gleich hinterher fahren, doch ich durfte noch nicht entlassen werden und sollte die Nacht noch dort bleiben.
Aber mir ging es doch gut.
Mein Baby war weg und mich schoben sie in ein Zimmer, wo noch ein Neugeborenes mit Mutter lag.
Die restliche Nacht war voller Sorgen und verdammt lang……
Als am Morgen die Visite kam, sagte der Arzt, dass er noch nicht dazugekommen ist, in der Kinderklinik anzurufen.
Als ich auf mein Mann wartete, kam dann ein anderer Arzt und meinte, er hatte gerade mit der Ki-Klinik telefoniert und es scheint nur eine Infektion zu sein.
Doch als dann endlich mein Mann da war, erzählte er mir, dass es doch wohl etwas schlimmeres ist.
Kurz darauf rief die Ki-Klinik an und erzählten, dass sie Felix in die MHH bringen müssen und wir direkt dorthin fahren sollten.
Ich wartete noch bis mittags auf die Abschlussuntersuchung.
Endlich durfte ich gehen!
Dann standen wir noch ca. 3 Stunden im Stau bis wir endlich bei unserer Maus waren.
Angekommen in der MHH fragten wir uns dann zur Neugeborenen-Intensivstation durch.
Wir kamen auch sofort zu ihm, da lag er, ein kleines Häufchen Elend an Kabeln und Schläuchen.
Es standen auch ein paar Ärzte um ihn herum und diskutierten noch.
Dann erklärten sie uns, dass er eine Ösophagusatresie (Fehlbildung der Speiseröhre) hat und dringend operiert werden muss.
Sie erzählten und erklärten, doch ich hatte natürlich nur Augen für meinen Schatz und hörte gar nicht richtig zu.
Dann kam der Narkosearzt und wir unterschrieben alles.
Dann ließ ich mich dort noch in der Frauenklinik aufnehmen.
Am 2. Lebenstag wurde er dann erfolgreich operiert und kam am 5. Tag sogar schon von der Intensivstation runter.
Alles schien Bestens zu sein.
So fuhr ich dann auch die erste Nacht mit nach Hause.
Am Morgen kam dann ein Anruf, dass es unserem Sohn ganz schlecht ging und wieder auf Intensiv liegt.
Wir also sofort wieder nach Hannover und unterschreiben.
Ihm wurden noch zwei Drenagen gelegt.
Dort lag er wieder und diesmal dazu noch beatmet.
Er sah aus wie so ein Crash-Test-Dummy – furchtbar!
Die Naht an der Speiseröhre ist wieder aufgegangen und die Milch und der Speichel ist in die Lunge gelangt.
Das Loch musste so zuwachsen.
Nach ca. 2 Wochen, wurde er wieder auf Normalstation verlegt und es begann der Nahrungsaufbau.
Diesmal, dachten wir, er hat es geschafft.
Jetzt wird alles gut!
Keine 2 Wochen später wieder, Reanimation und beatmet auf der Intensivstation.
Diesmal wurde die Speiseröhre zu eng an der Naht und dadurch ist die Milch wieder in die Lunge gelaufen.
Nach ca. 4 Wochen nochmal das gleiche Spiel.
So nun reicht es aber.
Jetzt wird alles gut, sagten wir uns wieder.
Dann wurde es wirklich besser, er trank zwar noch nicht selber genug, doch dass sollte man nun in den Griff bekommen.
Irgendwann zog er sich dann die Magensonde und siehe da… er trank besser.
Bald sollten wir nach Hause dürfen.
Doch dann begann er die Milch in eine Schwall wieder herauszuwürgen.
Er bekam wieder eine Magensonde und musste nochmal operiert werden.
Diesmal wurde der Mageneingang enger gemacht.
Über Weihnachten und Neujahr begann wieder der Nahrungsaufbau.
Danach sollte es dann endlich nach Hause gehen.
Mitte Januar kam wieder ein Anruf.
Felix lag wieder auf Intensiv.
Diesmal wurde eine zu weiche Luftröhre diagnostieziert.
Hierzu braucht man Geduld.
Das wird sich aber verwachsen hieß es.
Nach einigen Untersuchungen, Vollnarkosen, Intensivaufenthalten mit Beatmung kam die Nachricht, dass es nötig sei, einen Luftröhrenschnitt zu machen und ihm dort eine Kanüle einzusetzen.
Ich war mir erst gar nicht bewusst, wofür wir dort unterschreiben mussten.
Nach dieser OP lag er auf der Intensivstation und wurde über einen sogenannten Tracheostoma beatmet.
Als er mich sah, fing er an zu weinen, allerdings ohne Stimme.
Das zerbrach mir das Herz!
Mein Gedanke: so bekommen wir ihn doch nie nach Hause!!!
Doch er kam sehr schnell von der Beatmung weg und blieb stabil. Allerdings benötigte er immer noch Sauerstoffzufuhr.
So kam er dann wieder auf unsere “Lieblingsstation”.
Nach ca. 2 Wochen (er benötigte noch nicht einmal mehr Sauerstoff) kam der Arzt und meinte: “So, nächste Woche geht es nach Hause”.
Ich konnte es nicht fassen, allerdings konnte ich noch keine Pflege, die mit der Kanüle zusammenhängt.
Ich habe mich ja noch nicht einmal getraut ihn zu füttern, nachdem er mir beim Füttern fast erstickt ist.
Das Trinken klappte doch auch noch nicht.
Er hatte wieder eine Magensonde.
Die Schwestern gaben sich alle Mühe, mir das alles beizubringen.
Ich hatte eine “scheiß” Angst!
Doch dann kam der Tag als es nach Hause ging.
Es war nach genau 4 Monaten, der 22.02.2008.
Nun ging es also nach Hause, zwar mit Absauge, Sauerstoff und Monitor, aber endlich nach Hause.
Nach 1 Woche sollten wir ihn wieder ins KH bringen, damit die Speiseröhre wieder geweitet werden kann.
Auf dem Parkplatz der MHH der Schock.
Felix ist wieder ganz blau geworden.
Schnell hoch auf Station.
Dort folgte dann wieder eine Reanimation und 3 Wochen Intensivstation mit Beatmung.
Es schien ein Infekt zu sein.
Als er wieder stabil auf die Normalstation verlegt werden konnte, und dann die Speiseröhre wieder geweitet werden konnte, entschieden wir uns dann für eine PEG-Magensonde, da Felix immer schlechter gegessen hat.
Nach dieser OP kam dann der nächste Schock.
Aus der Sonde kam kein Magensaft, sondern Stuhl.
Die Schwester lief sofort den Arzt holen, doch dieser war mal wieder im OP.
Die Werte (Felix war am Monitor angeschlossen) waren aber gut.
Als dann Visite war, habe ich einen Affenaufstand gemacht.
Doch es wurde nichts veranlasst.
Erst am Abend, als ein anderer Arzt anwesend war, hat dieser eine Untersuchung veranlasst.
Und siehe da, die Sonde lag gar nicht im Magen, sondern im Darm.
Also wieder eine OP, bei der dies korrigiert werden sollte.
Nach ca. 2 Monaten durften wir dann wieder nach Hause.
Doch wieder nach ca. 10 Tagen mussten wir ihn mit niedrigen Sauerstoffsättigungswerten wieder ins KH bringen.
Wieder Intensivstation, diesmal nur mit Atemunterstützung.
Dies dauerte auch nur ca. 6 Tage.
Danach durften wir ihn wieder mit nach Hause nehmen.
Hier wieder 2 Wochen “überbrückt” benötigte er wieder Sauerstoff und wir brachten ihn wieder ins KH.
Diesmal ohne Intensivstation!!!!!
Doch dort wurde festgestellt, dass er wieder einen Reflux hat und der Mageneingang ganz eng gemacht werden muss.
Diesmal benötigte er lange Sauerstoffzufuhr.
Nach der OP wurde dann langsam der Nahrungsaufbau vorgenommen und wir durften nach Hause.
Zwischendurch war er mal wieder ein paar Tage im KH zur Beobachtung.
Doch das “zu Hause sein” überwiegt nun!!!!!
Ganz ohne KH-Aufenthalte wird es wohl nicht gehen, aber Felix geht es immer besser und er entwickelt sich ganz gut.
Hoffentlich werden wir auch noch den Tracheostoma und die PEG-Sonde los, das wäre unser größter Traum!!!!!
Nun gut, die turbulenten Zeiten sind hoffentlich vorbei.
Allerdings finde ich, dass mein Kleiner einer großer Kämpfer ist und sich diese tolle Decke einfach verdient hat!
Liebe Grüße,
Felix, Jessica und Thorsten
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Motivwünsche:
Als Motiv fänden wir Winni Puh und seine Freunde, die lieben Sieben, und Felix den Hasen ganz toll.
Felix selber findet Autos und Bälle super.
Und den Schutzengel, den er die ganze Zeit über hatte, den hätten wir auch gern auf der Decke.
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Es haben sich genug Stickerin gefunden, Danke










