*Mary-Ann
Name: *Mary-Ann
geboren am: 04.02.2006
Mama und Papa: Alina + Sven
Geschwister: Felix-Leandro (1 Jahr)
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*Mary-Anns Geschichte
Als man am 29.11.2005 feststellte, dass ich schwanger bin, war ich bereits in der 14SSW.
Mein Freund und ich waren überglücklich, weil wir uns beide ein Kind wünschten und es auch überraschend schnell geklappt hat.
Alles um uns herum drehte sich um das kleine Würmchen in meinem Bauch.
Eigentlich war es eine problemlose Schwangerschaft, ausser vielleicht die gewöhnlichen Sachen, wie leichte Übelkeit.
Wir freuten uns wahnsinnig auf unser erstes gemeinsames Kind.
Aber dann nahm die Geschichte ihren Lauf.
Am 26.01.2006 war ich am frühen Abend mit meinem Freund einkaufen und bekam auf einmal ein leichtes unregelmäßiges Ziehen in Unterleib. Wir haben dann nicht lange gefackelt und sind ins Krankenhaus.
Dort sagte man mir, dass es leichte Vorwehen seien, aber mit meinem Kind sei alles in Ordnung.
Ich wurde dann stationär aufgenommen und bekam strickte Bettruhe verordnet, was für mich sehr schwer hinzunehmen war, weil ich gerne spazieren gehe, aber für mein Engelchen habe ich es in Kauf genommen.
Nach zwei Tagen durfte ich auch wieder nach Hause.
Dort habe ich weiter Bettruhe gehalten.
Am 03.02.06, morgens hatte ich plötzlich leichte Blutungen und bin daraufhin zu meiner Frauenärztin, aber sie konnte keine Wehen feststellen, sagte mir aber, dass ich ins Krankenhaus gehen sollte, falls die Blutungen schlimmer werden sollten.
Ich habe mich sofort, als ich zu Hause war mit meinem Freund darüber geredet, er war erschrocken, aber doch glücklich, dass es dem Kind gut ging.
Früh am nächsten Morgen, einem Samstag, ging es dann los.
Ich bekam ganz plötzlich Wehen, die nach kurzer Zeit immer schlimmer wurden.
Ich kam dann sofort ins Krankenhaus, dort wurde ich untersucht, der Muttermund war 2 cm offen, und die Fruchtblase war inzwischen auch geplatzt, ich wurde sofort in ein anderes Krankenhaus hier in Hamm verlegt mit Baby-Intensiv im Haus, denn ich war ja erst in der 23SSW.
Als ich dort war, waren die Wehen schlimmer, es ging alles ganz schnell.
Ich wurde noch mal untersucht und danach sofort in den Kreissaal. Mein kleines Mädchen wollte normal zur Welt kommen, ihr Köpfchen war schon im Geburtskanal.
In einer knappen halben Stunde, um 13.42 Uhr am 04.02.2006 war sie geboren, unsere kleine Mary-Ann.
Sie hat sogar zwei ganz leise Schreie getan, sie waren kaum zu hören, aber sie hatte etwas zu sagen.
Ich habe sie noch kurz gesehen, bevor sie auf die Baby-Intensiv kam. Sie war ein wunderschönes Mädchen.
Sie war gerade mal 30 cm klein und wog 645 g.
Die Frühgeburt wurde durch eine Infektion in der Plazenta ausgelöst.
Mary-Ann hat immer sehr tapfer gekämpft, sie wollte immer leben, das weiß ich, denn ich habe sie tagtäglich kämpfen sehen.
Aber sie hatte sehr viele Probleme gehabt:
Ihre Lunge war sehr instabil sie hatte einen persistierenden Ductus arteriosus, das heißt die Verbindung zwischen Hauptschlagader am Herzen und der Lungenschlagader war nicht ganz geschlossen, dann hatte sie zwischendurch leichte Infektionen.
Am Anfang hat sie sich recht gut geschlagen.
Am 03.03.06 bekamen wir von der Oberärztin die Nachricht, dass es um Mary-Ann nicht so gut steht, wir sollten uns überlegen, ob wir sie taufen lassen.
Sie wurden dann am 05.03.06 auf der Baby-Intensiv getauft.
Meine Schwester ist eine ihrer drei Taufpatinnen geworden.
Am 16.03.06 sagte uns der Diensthabende Arzt, dass sie unser Baby operieren wollen, der Duktus sollte geschlossen werden, weil er nicht von allein zugewachsen ist.
Sie wollten die entsprechenden Ärzte dann dorthin kommen lassen, am Besten am nächsten Tag sofort.
Am nächsten Morgen rief uns der Arzt an und sagte, dass Mary-Ann verlegt werden sollte, weil die Ärzte streiken und in dem anderen Krankenhaus nicht genügend Ärzte da wären.
Wir hatten große Angst, dass Mary-Ann den Transport nicht überleben würde, da ihr Zustand alles andere als stabil war.
Wir sind sofort zu ihr gefahren, sie hat mir ganz tief in die Augen geschaut und gelächelt und dann wurde sie ins 50km entfernte Krankenhaus verlegt.
Als wir dort ankamen, mussten wir sämtliche Unterlagen ausfüllen, man erklärte uns, was genau gemacht wird und dass die OP sehr riskant ist, aber sie musste gemacht werden.
Sie wurde noch am selben Tag operiert und hat alles sehr gut überstanden, im Nachhinein zu gut.
Ihr Zustand verschlechterte sich von Tag zu Tag.
Am Morgen des 27.03.2006 rief man uns aus dem Krankenhaus an, dass es unserer Tochter sehr schlecht gehen würde.
Wir sind dann sofort dahin, dort sagte man uns, dass sie sterben wird.
Der Grund war:
Nach ihrer OP verschlechterte sich ihr Blutdruck von Tag zu Tag, die Medikamente halfen nicht, im Gegenteil sie quoll auf wie ein Hefeteig, ihre Adern waren dadurch porös, ihre Nieren und die Leber versagten. Man hätte noch versuchen können sie durch eine andere Therapie mit verschiedenen Infusionen am Leben zu halten, aber dann hätten sie in ihrem kleinen Körper noch mehr Infusionen legen müssen.
Dadurch, dass sie so aufgequollen ist, hätten die Ärzte auf gut Glück stechen müssen, solange bis sie eine Ader getroffen hätten.
Und wenn sie es überlebt hätten, was auch nicht sehr wahrscheinlich war, wäre sie körperlich und geistig schwerstbehindert gewesen, hätte noch nicht mal ihre Umwelt wahrgenommen und ihr Leben lang an der Dialyse gehangen, weil ihre Nieren versagt haben.
Wir haben uns unsere Entscheidung nicht leicht gemacht, aber wir haben sie mit Würde gehen lassen.
Sie hat noch sehr lange gekämpft.
Wir haben sie zum ersten und letzten Mal auf den Arm gehabt.
Sie wollte nicht gehen, aber ihre Kraft hat zum Schluss nicht mehr gereicht.
Mary-Ann ist am 28.03.2006 in meinen Armen für immer eingeschlafen.
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*Mary-Anns Quilt ist angekommen!
“Hallo liebe Bella,
der Quilt kam am Dienstag an, wir haben uns sehr gefreut. Er ist so wunderschön, ein schönes Andenken, an unsere geliebte kleine Tochter. Felix hat sich auch sehr über sein Kissen gefreut, er hatte das Kissen im Arm und einfach nur gestrahlt. Es muss jetzt jeden Abend mit ins Bett.
Wir möchten uns bei allen Stickerinnen bedanken, für diesen wunderschönen Quilt, für das wunderschöne Kissen und für all die lieben Worte an uns. Es ist so schön, dass es so etwas gibt, es schenkt vielen Kindern Hoffnung, ein Lächeln und den Eltern spendet es Kraft, dass es Menschen gibt, die einen nicht kennen, aber trotzdem so lieb an einen denken. Danke euch für dieses tolle Projekt.
Alina, Sven und Felix-Leandro mit Mary-Ann im Herzen”









