Sticken für ein Kinderlächeln

Justin

Name: Justin

geboren am: 18.09.2002

Mama und Papa: Gerhard und Andrea

Geschwister: *Joel

Justin´s Geschichte

Sieben Jahre lang versuchten wir alles, um unseren Traum von unserem Wunschkind näher zu kommen.

Inseminationen, 4 IVF Behandlungen u.s.w.
Nach der vierten Behandlung war ich endlich schwanger.

Die Schwangerschaft verlief ohne größere Probleme, bis in die 23 SSW,
plötzlich bekam ich starke Blutungen und musste ins Krankenhaus.
Die Diagnose der Ärzte war – Plazenta – Previa -.
Nach drei Wochen am 18.09.2002 kam unser Sohn Justin in der 26 SSW. mit 1139 Gramm, 33cm Größe per Kaiserschnitt auf die Welt.

Drei Tage kämpften die Ärzte um mein und Justins kleines Leben.
Als Justin fast über die kritischen 72 Stunden war, bekam er Gehirnblutungen vierten Grades auf der linken Seite und in der darauf folgenden Nacht noch einmal rechts.
Die Ärzte machten uns wenig Hoffnung, dass Justin diese starken Gehirnblutungen überhaupt überlebt.

Die niederschmetternde Diagnose lautete nur: ihr Sohn wird wahrscheinlich nie sprechen, laufen oder sitzen können.
In diesem Moment brach eine Welt für uns zusammen.

Nach 15 Wochen auf den verschiedenen Kinder und Intensivstationen und 2 OP’s kam Justin endlich nach Hause.

Wir konnten unser Glück gar nicht fassen.
Es bekann ein neuer Lebensabschnitt, der für uns alle nicht leicht war, denn Justin schlief fast keine Nacht.

Er hatte bis zum ersten Lebensjahr täglich mehrere Krampfanfälle und musste täglich mehrmals erbrechen.
An Justins erstem Geburtstag war ich bereits im zweiten Monat unerwartet schwanger mit unserem zweiten Sohn Joel.
In der 23 SSW. ausgelöst durch frühzeitige Wehen und einer starken Infektion kam ich ins Krankenhaus.
24 Stunden später habe ich Joel entbunden, die Ärzte konnten nichts mehr für ihn tun, er starb in unseren Armen.
Das war für uns die schlimmste Zeit in unserem bisherigen Leben.
Mann stellt sich die frage: “Warum wir?”
Es tat so weh und keiner konnte uns auf all die Fragen eine Antwort geben.
Unser Kinderwunsch, war nun abgeschlossen.

Ich beschloss nun alle Kraft in Justins weitere Entwicklung zu stecken.
Wir förderten ihn mit Bowtech, Bobath, Schwimmen, Chinesische Heilkunst, Petö, Osteopathie, Delphin Therapie u.s.w.

Justin machte kleine Fortschritte, er fing an zu greifen die ersten Worte zu sprechen.

Mit drei Jahren folgten die nächsten OP’s bei Justin, Reflux, Hodenhochstand, Fimose, Shunt – Verlängerung und Polyphen.

Seit August 2005 besucht Justin den Integrativ Kindergarten in Altenstadt, wo er sich sehr wohl fühlt.
2006-2008 waren wir mit Justin in der Türkei zu einer Delphin- Therapie, die ihm sehr gut getan hat.
Weitere kleine Fortschritte zeigten sich im Anschluß an die Therapie und Justin entwickelte sich Stück für Stück im Rahmen seiner
Möglichkeiten weiter.

Im April 2008 wurde Justin in Aschau an der Hüfte operiert.
Wir hatten wieder einmal riesige Angst um unseren kleinen Mann,
aber alles verlief sehr gut.
Seit der OP versucht Justin mit Hilfe zu laufen, was jedoch sehr schwer ist, da er keine Kopfkontrolle hat und ihm seine starke Spastik oft im Weg steht.

Im April 2009 steht die zweite Hüft OP an und wir hoffen, das alles wieder so gut läuft wie vor einem Jahr.

Von der Schule wurde Justin für 2009 zurückgestellt.
Er wird 2010 in Friedberg oder Hirzenhain eingeschult.

Wer unseren Sohn kennt, weiss, er ist ein Kämpfer und ein sehr fröhliches aufgewecktes Kind.
Wo auch immer sein Weg hin geht, werden wir ihn mit Liebe und Dankbarkeit begleiten.
Er hat in den letzten Jahren so viel erreicht und uns gezeigt welch starken Willen er hat, dass wir dankbar sind von unserem besonderen Kind so viel zu lernen.
Sein Lachen jeden Tag, sagt mehr als tausend Worte und lässt einen auch aus so machen Tief wieder aufatmen.

Justins Quilt ist angekommen!

“Hallo ihr Lieben,

vielen, vielen Dank für den wunderschönen Quilt !
Justin hat mit mir den Quilt ausgepackt und mit seinen eigenen Worten oh, uh seine Begeisterung zum Ausdruck gebracht.
Die vielen tollen Karten habe ich Justin vorgelesen und diese haben bei mir tränen der Rührung hervorgerufen.
Schade, dass ihr diese tollen Momente, wenn die Kinder eure liebevollen Geschenke auspacken, anfassen
und auf ihre ganz eigene Art und weise erleben, nicht dabei seid.
Seit Justin seinen Quilt hat, muss der immer mit ins Bett !
Ihr habt mit den Motiven , voll seinen Geschmack getroffen.
Auf diesem weg allen die bei der Organisation und Ausführung geholfen haben tausend dank.
Ich drücke euch und einen dicken Kuss von Justin für all eure unvergesslichen Geschenke.

Familie F.”



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