Sticken für ein Kinderlächeln

Ben

Name: Ben

geboren am: 10.03.2006

Mama und Papa: Tanja und Christian

Bens Geschichte

Ben hätte schon zwei Jahre früher zu uns kommen sollen.
Nach langem unerfülltem Kinderwunsch, haben wir uns Rat in einer renommierten Kinderwunschpraxis geholt und uns zu einer ICSI entschlossen.
Nach den ganzen “Vorbereitungen” für diese ICSI sollte es also im August 2005 soweit sein, daß wir einen positiven Schwangerschaftsbefund in Händen hielten.
Unsere Freude war riesig.
Direkt beim ersten Versuch sollte sich unser Wunsch erfüllen. Entbindungstermin war für April 2006 ausgerechnet.
Alles verlief prima.
Bis November.
Immerwieder hatte ich Frühwehen und wurde von meinem Frauenarzt krankgeschrieben.
Zum Glück (stellte sich später raus) hielt ich immer wieder Kontakt zu meiner Entbindungsklinik und habe schon frühzeitig meinen Wunsch nach einem KS und einer bestimmten Ärztin, die meine Vorgeschichte genau kannte, geäußert.
Vorsorglich gab mir mein FA die Spritzen zur Lungenreife und prompt platze mir am 10.03. um halb 5 morgens die Fruchtblase. (Im übrigen hat Bens Opa an dem Tag Geburtstag)
Wir sind dann direkt in die Klinik gefahren und alles wurde für den KS vorbereitet.
Meine Ärztin war auch da und alles sah gut aus.
Jedoch wollten die Ärzte den KS nicht vornehmen, bevor nicht ein Ärzteteam aus der umliegenden Kinderklinik da war.
Also warteten wir bis um 8.30 Uhr und endlich kamen die Ärzte.
Ben wurde um 9.40 Uhr geboren.
Man hörte keinen Mucks…. Er war ganz blau und wurde direkt weggebracht.
Nach der ersten Stabilisierung wurde er mir kurz gezeigt und danach direkt in die Kinderklinik gebracht.
Ich wurde aufs Zimmer gebracht und mein Mann ist mit Ben mit.
Er wurde direkt intubiert und bekam mehrere Zugänge gelegt.
Es stellte sich raus das er eine starke Sepsis, ein Lymphangiom, eine Skoliose und Wasseransammlungen im Körper hatte.
Er hatte immer wieder Atemaussetzer und reagierte bei der kleinsten Berührung mit Herzrasen.
Nahrung bekam er durch eine Nasensonde.
Seine rechte Gesichtshälfte war stark deformiert.
Die ganze Seite war richtig platt.
Er hatte wohl die ganzen Monate in ein und der selben Stellung verbracht.
Vier lange Wochen ging es Berg auf und Berg ab.
Jedesmal wenn es hieß, er darf nach Hause, wurden wir wieder enttäuscht.
Zum Schluß lag es nur noch an der Körpertemperatur die er nicht halten konnte.
Aber 2 Tage vor seinem eigentlichen ET durften wir ihn nach Hause holen.

Ben hatte starke Anpassungsschwierigkeiten.
Er war extrem ängstlich, hat sich von anderen Kindern nicht anfassen lassen oder in irgendeiner Form Kontakt zu Ihnen geknüpft.
Er war immer still und “unauffällig”.
Er traute sich nicht alleine.
Er hat mit über einem Jahr erst angefangen zu krabbeln, weil er Angst hatte.
Gelaufen ist er erst mit 19 Monaten.
Sprechen kann er nicht alterentsprechend.

Wir haben sehr früh mit Krankengymnastik angefangen und ihn mehrfach durch Herrn Dr. Sacher (Kiss-Spezialist) behandeln lassen und hatten die Skoliose sehr schnell im Griff.
Kurz nach Bens erstem Geburtstag haben wir uns für Heilpädagogische Frühförderung entschieden und auch das hilft ihm sehr gut.
Sein Sozialverhalten hat sich deutlich gebessert.
Er ist immer noch ein ruhigeres Kind, aber hat Freunde gefunden.
Er kann mit anderen Kindern spielen ohne zu zittern und Angst zu haben.

Was seine Sprache betrifft, wird sich nach seinem 3. Geburtstag entscheiden, ob wir Logopädie bekommen.
Auch steht noch offen ob wir Ergotherapie bekommen.
Denke beides wäre für ihn gut.
Auch ist zu erwähnen, daß Ben aufgrund der Beatmung, stark zu Bronchitis und Lungeninfekten neigt, außerdem werden wir regelmäßig von Pseudo-Krupp-Anfällen “belästigt”.

Alles in allem ist Ben unser Goldstück und hat sich prächtig entwickelt, jedoch hat dies unseren weiteren Kinderwunsch erstmal gedrosselt. Liegt aber auch daran, daß wir auf natürlichem Wege wohl nie ein Kind bekommen würden und hier die Wahrscheinlichkeit einer Mehrlingsgeburt sehr hoch ist.

Bens Quilt ist angekommen!

“Hallo Bella,

endlich sind wir aus der Kur zurück und Ben konnte seine Decke auspacken.
Die ist ja soooooooo schön. Man kann gar nicht in Worte fassen, wieviel Liebe und Arbeit in dieser Decke steckt.
Da muß man wirklich mit den Tränen kämpfen, was so fleißige Hände gezaubert haben.
Auch die lieben Karten von den Stickerinnen sind uns sehr ans Herz gegangen.

Wir sagen allen die in irgendeiner Form an dieser Decke beteiligt waren von ganzem Herzen DANKE!!!

Ihr habt uns eine riesen Freude gemacht und für Ben eine tolle Erinnerung, wenn er mal groß ist.

Macht weiter so und laßt noch viel mehr Kinderaugen leuchten.

Liebe Grüße,

Ben mit Mama Tanja und Papa Christian.”



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