Sticken für ein Kinderlächeln

*Robin, *Robin Elias und *Mikel Stuward

Name: *Robin, *Robin Elias und *Mikel Stuward

Geburtstage im Himmel:

*Robin: 15.01.2002
*Robin Elias: 15.04.2006 und
*Mikel Stuward: 25.09.2006

Mama und Papa: Jana und Jörg

Geschwister: Marlon-Jason (2 Jahre), Milena (6 Jahre) und Maria-Sophie (10 Jahre)

*Robin, *Robin Elias und *Mikel Stuward´s Geschichten

Nach unserer Hochzeit am 12.05.2001 erfuhr ich am 28.06.2001 dass ich schwanger bin.
Damals bereits in der 11. Woche.
Es war zwar noch nicht geplant, aber wir freuten uns sehr.
Ich ging regelmäßig zu meiner Frauenärztin, bei der ich schon seit vier Jahren in Behandlung war.
Alles war in Ordnung und die Schwangerschaft schön, bis ich öfters einen harten Bauch bekam.
Da ich aber schon mal ein Kind bekommen hatte, dachte ich das wäre normal und die Gebärmutter würde einfach nur “üben”!

Am 31.07.2001 hatte ich wieder eine große Untersuchung.
Als die Ärztin dann anfing zu schallen wurde sie immer ruhiger und sagte dann gar nichts mehr.
Sie fragte mich nach Kindsbewegungen, die ich bis dahin noch nicht gespürt hatte, aber es ging mir doch gut!!!!
Sie hat dann weitere 10 Min. geschallt und meinte ganz traurig, dass sie keine Herztöne findet und das Kind sich nicht bewegen würde.
Ich hatte einen Schock!!!
Warum ich???
Warum mein Kind???

Nachdem sie mich einigermaßen beruhigt und getröstet hatte, erklärte sie mir die weiteren Schritte.
Mein Mann und meine Tochter saßen im Warteraum.
Als ich aus dem Behandlungszimmer trat sah er gleich, dass etwas nicht stimmte!
Wir bekammen die Papiere zur Überweisung in die Klinik.
Vor der Tür fiel ich dann meinem Mann in die Arme und erzählte was los ist. Wir haben beide nur geweint!
Wir fuhren dirket ins Krankenhaus und mußten dort leider stundenlanges quälendes Warten ertragen.
Der dortige Kontrollultraschall bestätigte die Worte der Ärtzin und ich bekam ein Einzelzimmer zugewiesen!
Mein Mann fuhr dann erst mal mit unserer Kleinen nach Hause und erzählte was los war.
Währenddessen bekam ich schon das erste Zäpfchen, was zum Ausstoß des Kindes führen sollte.
Nun mußte ich liegen und auf die Wehen warten.
Schmerzmittel brauchte ich wohl vor lauter Schock keine!
Endlich nach Mitternacht, die genaue Zeit weiß ich leider nicht, mußte ich nochmal auf den Schieber.
Zur Toilette durfte ich ja nicht!
Ich wunderte mich, dass ich so lange auf Toilette mußte und schaute nach und da sah ich das Blut.
Ich setzte mich langsam auf das Bett und sah mir die Vorlage an, da lag mein kleines Würmchen, noch ganz klein, aber doch schon ein kleines Wunder still am 01.08.2001 geboren.

Dann rief ich die Ärztin und das kleine Wesen wurde mitgenommen und ich sah es nie wieder.
Es folgte die Ausschabung und die OP.
Am nächsten Tag weinte ich noch viel und fragte nach dem WARUM?
Die Zeit danach zu Hause war schwer, aber ich war wenigstens nicht mehr alleine mit dem Schmerz.
Später erfuhren wir, dass der kleine Robin ganz gesund war und sich mit der Nabelschnur erdrosselt hatte.
Ich wußte irgendwie, dass es ein Junge war.
Er gehört wie meine beiden Mädchen zu unserer Familie dazu.
Für meine damalige dreijährige Tochter bleibt es der kleine Bruder und für uns unser Sohn Robin.

Als wir uns im Juli entschieden noch ein Kind zu bekommen dachten wir an nichts Schlimmes.
Leider wurden wir eines besseren belehrt!
Im August, nachdem meine Regel ausblieb, ging ich zu einer änderen Frauenärztin, die leider auch nicht die Richtige war.
Sie stellte 23.08.2005 fest, dass ich in der 7. Woche war und wir haben uns alle nur gefreut.
Am Anfang war mir nur etwas komisch und ich hatte oft Hunger.
Aber die Schwangerschaft war so kurz sie auch war, sehr schön.
Alle Untersuchungen waren nicht so gründlich wie bei meiner bisherigen Ärztin, aber diese hatte keine Sprechzeiten mehr.
Bei jeder Vorsorgeuntersuchung war alles okay!
Obwohl ich gut aß, nahm ich ab und die Ärztin machte sich keine Gedanken darüber.
War schon komisch, aber ich vertraute ihr.
Mein Mann und ich haben auch leichte Kindsbewegungen gespürt, was sich wie ein Flattern unter der Bauchdecke anfühlte, alle Werte waren in Ordnung, mir ging es gut so auch unserem Känguruhbaby, wie wir es liebevoll nannten.
Ich habe es immer fröhlich rumturnen sehen beim Baby-TV.
Aber dann kam der Termin der Feindiagnostik und auf einmal wurde alles anders.

Der 24.11.2005 sollte alles verändern zum 2. Mal in meinem Leben. Sie suchte unendlich lange und fand keine Herztöne und keine Kindsbewegungen.
Sie war sehr einfühlsam.
Es war aber eine andere Ärztin, die auf solche Ultraschallfeindiagnostik spezialisiert ist.
Nun schickte sie die Kinder raus und machte alle Termine und Papiere für das Krankenhaus fertig.
Sie war sehr feinfühlig und hat mich und meinen Mann getröstet, trotzdem ging es uns miserabel.
Die Kinder haben dann mit uns geweint, als wir aus der Praxis raus waren.
Ich fuhr dann nochmal nach Hause und habe eine Tasche gepackt.
Viel Tränen und die Fragen:
Warum unser Kind?
Warum ein zweites Mal?
Am nächste Tag in der Klink ging alles irgendwie an mir vorbei:
Aufnahme Untersuchungen, Ultraschall und der Rest.
Mein Mann und meine Mädels fuhren dann nach Hause und ich bekam gleich die ersten Tabletten eingelegt. Das wiederholte sich zweimal und die letzten Tabletten mußte ich oral nehmen. Dann ging die Nacht ganz langsam vorbei. Ich hatte große Wehenschmerzen und bekam auch was dagegen, aber die Seele war nicht schmerzfrei.
Gegen 7 Uhr dann endlich der Blasensprung und rüber in den Kreissaal.
Punkt 9 Uhr kam unser Robin-Elias still zur Welt.
Er war 155 g leicht und ca. 20 cm groß.
Er war fertig entwickelt, er hätte nur noch wachsen müssen!
Mein Mann kam noch mit den Kindern dann wurde die OP gemacht.
Gegen Mittag kam ich wieder auf´s Zimmer, wo meine Familie schon wartete. Ich lenkte mich etwas ab, aber so richtig ging das nicht. Als ich wieder allein war besuchte ich meinen Sohn im Kreissaal in einem ruhigen Zimmer. Eine Stunde habe ich ihn mir angeschaut, ihn berührt, mit ihm geredet.
Das hat gut getan, er war wunderschön! Von der Hebamme erhielt ich eine Schachtel, in der waren 2 Fotos, ein Armband mit seinem Namen und eine Trauerkarte. Dies hat mich sehr gefreut.
Überhaupt waren alle sehr lieb zu mir!!!!
Über den Schmetterlingsverein ließen wir ihn beerdigen, dort kann man ihn besuchen.
Am nächsten Tag bin ich wieder nach Hause.
Meine alte Ärztin habe ich auch aufgesucht sie war sehr fürsorglich und ich bleibe nun bei ihr in Behandlung.
Wir haben erfahren, dass er wohl durch eine Störung am Mutterkuchen (Asthmamedikamente) nicht richtig versorgt wurde und so gestorben ist, aber nicht gelitten hat.
Er gehört genau wie Robin zu unserer Familie.
Als Sohn Robin-Elias und kleiner Bruder.

Nun es war wieder Ruhe eingekehrt und wir überlegten es ein weiteres Mal zu versuchen.
Und es klappte, es waren Zwillinge.
Wir konnten es gar nicht glauben.
Jetzt war doppelte Freude angesagt.
Und bis zum 4. Monat war auch alles in Ordnung.
Dann stand eine Feindignostik an.
Mit etwas Angst sind wir dorthin und dann wieder dieser schon gesehene Ausdruck in den Augen des Arztes:
Eines war von uns gegangen!
Der Arzt sagte das kann passieren und da es zweieiige sind hat das andere Kleine gute Chancen.
Und er hatte Recht, es vergingen wieder Wochen in Angst, wieder eine Feindiagnostik.
Aber Gott sei Dank war alles in Ordnung, alles gut entwickelt.
Da es bereits der 5. Monat war fragten wir nach dem Geschlecht.
Zu unser großen Freude sagte der Arzt:
Es wird ein Junge ganz bestimmt!!!!!
Ein toller Tag, unser 5. Hochzeitstag, der 80. Geburtstag meiner Oma, es paßte einfach alles!
Die Zeit verging überhaupt nicht, aber alles blieb super mit dem Kleinen.
Aber auch die Trauer über das Engelchen, was ja in meinem Bauch bis zum Geburtstermin blieb, war da.
Wir entschieden uns für einen Kaiserschnitt, der am 25.09.2006 stattfinden sollte, weil wir dieses Kind nicht auch noch verlieren wollten.
Alles verlief super an diesem Tag.

Trotz allem bleibt die Trauer an den Geburtstagen, Weihnachten über den verlorenen Zwillingsengel, der den Namen Mikel-Stuward bekam.

Motivwünsche:

Uns allen gefallen Engel und Regenbogen aber auch Sterne und schöne Blumen in Blau.
Winni-Puh oder Thomas die Lokomotive, Barbie (in rosa)

Die Wandbehänge für *Robin, *Robin Elias und *Mikel Stuward sind angekommen!

“Hallo liebes Kinderlächeln Team!

Alles ist hier bei uns, Jana, Jörg, Maria-Sophie, Milena und beim kleinen Marlon-Jason angekommen.
Man sind wir alle Happy und Ihr alle habt so tolle Arbeit geleistet.
Wir kamen gestern nach Hause und da war ein Paketschein im Briefkasten,wir wußten gar nicht wo her, denn eigentlich haben wir auf kein Paket gewartet, zumindest nicht so schnell.
Wir fingen an auszupacken und ich überlegte, aber dann auf einmal von einer Sekunde auf die andere wußte ich sofort was und woher es kam.
Und plötzlich mußte ich erstmal weinen und konnte mich vor lauter Rührung nicht mehr regen.

Ihr habt so schön gestickt, genäht und Karten geschrieben ich weiß gar nicht wie ich mich bedanken soll.
Es ist unbeschreiblich wieviele Menschen es gibt, die einem noch gutes wünschen.
Ich brauchte gestern einen Stuhl vor lauter Aufregung und heute hat mein Mann gleich alles an die Wand gebracht und wir haben schöne Fotos gemacht.
Natürlich werde ich diese auch noch mal auf meine Hompage setzen.
Aber die Kinder und wir als Sterncheneltern sind super glücklich und es ist schön hoch zu schauen und dann hat man sie immer vor sich.

Ich hab euch alle super lieb und wir fünf drücken euch ganz lieb und sagen herzlichen Dank an alle – Ihr seid spitzen hammer mäßig!

Danke sagen die Eltern von Sternchen Robin, Robin-Elias und Mikel-Stuward und die Geschisterkinder Maria-Sophie, Milena und Marlon-Jason”



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