Sticken für ein Kinderlächeln

Jessi

Name: Jessica, genannt Jessi

geboren am:  im Juni 2001

Mama und Papa: Conny und Thomas

Jessi´s Geschichte

Wir hatten bis zur 34. Woche eine sehr unbeschwerte Schwangerschaft, bis meine Frauenärztin auf die Idee kam mich zur Feindiagnostik zu schicken.
Aber nicht, weil sie einen Verdacht hatte ….. nein, sie wollte wissen, ob unser Kind alle Organe hat.
Mein Mann hat nur eine Niere und das wurde auch erst im 33. Lebensjahr festgestellt, nur kurz zur Erklärung, warum sie das wollte.

Wir also dahin, der macht die Untersuchung und stellt fest, 2 Löcher im Herzen, zu kurze Arme und Beine und das in Kombination wäre wohl ein Hinweis auf Down-Syndrom.
Wir hatten die Wahl, entweder bis zum Ende der Schwangerschaft mit der Ungewissheit leben, eine Amniozentose machen und das Ergebnis in ca. 14 Tagen haben oder das Ganze im Schnellverfahren, wo wir das Ergebnis in 24 h haben.
Wir haben uns für Letzteres entschieden, weil ich, auch wenn eine Welt für mich eingestürzt ist, wissen wollte, woran ich bin.

Die genannte Amniozentese fand dann 3 Tage später statt und löste, wie sollte es auch anders sein, bei mir die Wehen aus.
Ich hab aber tapfer 16 Stunden ausgehalten, bevor wir dann ins Krankenhaus gefahren sind.
Die haben mich dann auch gleich dabehalten, mein Mann fuhr nochmal nach Hause um noch einige Sachen zu holen.
Und just in dieser Zeit kam eine nette und einfühlsame Schwester, knallte mir einen Zettel auf den Tisch und sagte nur, “Der Verdacht auf Down-Syndrom hat sich bestätigt” und verliess ohne ein Wort das Zimmer.
Könnt Ihr Euch vorstellen wie es mir ging?
Da lag ich nun mit meinem Talent, den Wehen und Schmerzen, keiner da… für mich brach die ganze Welt zusammen.
Die typischen Fragen kamen… warum wir?… was haben wir falsch gemacht?

Heute kann ich drüber lachen, aber damals gings mir richtig schlecht.
Mein Mann hat sich gar nicht nach Hause getraut, weil er dachte ich tu mir was an.
Die Geburt war genauso ein Desaster… der Oberarzt fragt MICH, wie ich denn gerne entbinden möchte, normal oder Kaiserschnitt??
Mein Kind hatte 2 Löcher im Herzen und dazu war noch Beckenendlage, da erübrigt sich die Frage eigentlich, oder?
Wir einigten uns auf Kaiserschnit mit PDA, also ich habe alles miterlebt.
Mein Mann war mit dabei und ich habe ihn das erste Mal weinen sehen, als er unsere Kleine im Arm hatte (mir laufen jetzt auch wieder die Tränen, wenn ich daran denke).
Es waren aber keine Tränen der Trauer, sondern Freudentränen.
Soweit war auch alles in Ordnung, nur sie musste ins Wärmebettchen, weil sie die Temperatur nicht halten konnte.

Ich muss sagen, die ersten Tage nach der Geburt ging es mir richtig schlecht, bis mein Mann zu mir sagte, ich zitiere “Wenn Du solche Probleme hast unser Kind anzunehmen, dann müssen wir sie eben weggeben”!!!!!!!!
Ich habe ihn in diesem Moment gehasst, aber diese Worte haben alles in mir verändert.
Von Stunde an liebe ich dieses Kind über alles, fast sogar noch mehr als meinen Mann, aber pssst, sagt es ihm nicht.
Nach 3 Wochen durften wir sie mit nach Hause nehmen und waren und sind super glücklich.
Sie war und ist unser Sonnenschein, hat von Anfang an durch geschlafen, hat wenig geschrieen und war durch und durch pflegeleicht.

Im Oktober 2001 war dann die Herz-OP dran, und das war auch nochmal eine schwere Zeit.
Aber sie hat alles gut überstanden und ist restlos geheilt.
Was uns die Sozialarbeiterin des KH damals alles erzählte möchte ich hier nicht wirklich wiedergeben, nur soviel… es war, aus heutiger Sicht, zum Haareraufen und absoluter Unsinn.

Seit 2003 geht Jessi in eine Integrations-Kita und fühlt sich dort pudelwohl.
Sie ist dort nix Besonderes, sonder eine von ihnen und muss alles genauso machen, wie alle anderen auch.
Und das war schon immer unser Credo, so normal wie möglich und ich hoffe und denke, es ist uns bis jetzt ganz gut gelungen.
Dieses Jahr kommt unser grosses Mädchen in die Schule und da freut sie sich schon ganz dolle drauf.

2006 hat man noch zusätzlich Zöliakie diagnostiziert, heisst auf deutsch, sie darf nichts essen, was aus normalem Mehl gebacken ist.
Also Brot, Brötchen, Nudeln usw. aus dem Reformhaus oder von woanders her.
Aber seitdem wir die Ernährung umgestellt haben, geht es ihr prima.
Dieses Jahr kommt sie nun unwiderruflich in die Schule, nach 1x erfolgreich erkämpfter Rückstellung und sie freut sich schon ganz doll.
Hat auch schon überall ihre Mappe gezeigt und kann es kaum noch erwarten.

 

Jessis Quilt ist fertig!

“So Ihr Lieben

…………….. es ist wirklich eine Seltenheit dass ich sprachlos bin, aber heute war es soweit ……………… unser Quilt ist angekommen und ich möchte allen fleißigen Bienchen von Herzen danken!
Der Quilt ist wunderschön …………….. jedes einzelne Quadrat ein Kunstwerk …………………. ich war wirklich sprachlos, mir liefen die Tränen und als ich die vielen lieben Karten vorgelesen habe war ganz aus ………………… ich hab geheult wie ein Schlosshund ……….. vor Freude und Rührung darüber, dass es in der heutigen Zeit noch Menschen wie Euch gibt.

Dieser Quilt verströmt so viel Wärme, Kraft und Liebe ……………. man merkt es ist etwas ganz Besonderes für jemand ganz Besonderen von ganz besonderen Menschen gemacht ……………… von Euch.

Ich danke Euch nochmal von Herzen für die viele Arbeit, die Zeit und die Liebe die Ihr in jedes einzelne Q gesteckt habt ………………

DANKE DASS ES EUCH GIBT UND WIR DABEI SEIN DÜRFEN; IHR SEID WAS GANZ BESONDERES!

Was Jessi von dem Quilt und dem Häschen hält, das zeige ich Euch lieber, ich glaube die Bilder sagen mehr als alle Worte”



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